Alice Buzdugan, M.A.

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Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien
Universität Regensburg
Landshuter Str. 4
D-93047 Regensburg
Tel.: +49 (0)941 / 943 - 5339
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Promotionsprojekt

Stadtliteratur der Zwischenkriegszeit in Rumänien zwischen nationaler Propaganda und Kulturphilosophie

Die Stadt als Schauplatz kultureller Neuerungen oder Kollisionen nimmt auf dem Gebiet des sogenannten "Großrumänien" in der Zwischenkriegszeit eine gewichtige Rolle im literarischen Leben ein: Die Stadt gilt als Schlüsselbegriff für neu konstruierte Nationalbilder, trägt in ihrer literarischen Aufarbeitung eine neue Definition des Menschen, der Kultur und der Gesellschaft und ist zugleich der Ort, von dem aus die neuen Ansichten auch politisch verbreitet werden. Wie verhandelt die neue deutschsprachige Minderheit ihre Identität? Wie konstruieren die rumänischen Autoren, die meistens auch politisch aktiv waren, ein einheitliches Nationalbild? Welche Lösungen bieten die rumänischen und rumäniendeutschen modernen Literaturen für die gefürchtete Enthumanisierung in der Stadt? Aus dem umfassenden Kontext werden vier Fallstudien hervorgehoben: zwei rumänische und zwei deutschsprachige Autoren, die auch Meinungsträger im politischen und kulturellen Bereich waren.

Curriculum Vitae

Nach ihrem Germanistikabschluss in Bukarest absolvierte Alice Buzdugan in Regensburg den Masterstudiengang Ost-West-Studien. Die Schwerpunkte in Komparatistik und Minderheitenliteraturen in Südosteuropa baute sie als wissenschaftliche Hilfskraft im Slowenischen Lesesaal und durch die mehrmonatige Mitarbeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Geschichte Südost- und Osteuropas aus. Seit April 2011 promoviert sie in Komparatistik. Das Promotionsprojekt wurde vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa gefördert.

Publikationen

Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden

Oskar Walter Ciseks Imaginationen über die Stadt zwischen Text-Rand und "aufmerksamem Blick". In: Stefan Sienerth / Maria Irod / Horatiu Decuble / Orlando Grossegesse (Hgg.): "Kultivierte Menschen haben Beruhigendes…" Festschrift für George Guţu. GGR-Beiträge zur Germanistik, Bukarest 2014, S. 282-295.

Neuer Ansatz zur Erforschung von Minderheitenliteraturen. Zu Jürgen Joachimsthalers Werk: Text-Ränder. Die kulturelle Vielfalt Ostmitteleuropas als Darstellungsproblem deutscher Literatur. In: Spiegelungen. Zeitschrift für
deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas, 1/2013, S. 47-51.

Norman Manea și estetica clovnescă. In: Vatra 5-6/2011, S. 68-70.

Individuum und Gesellschaft im kommunistischen Rumänien. Norman Maneas Symbol des Dummen August. In: Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik 1-2/2010, S. 173-185.

Weitere Veröffentlichungen

Rumäniendeutsche Literatur und Biographien. Workshop an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 15.-16.11.2016 [Tagungsbericht], in: Spiegelungen. Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas 1/2017, S. 147-149.

Vorträge (Auswahl)

2012

"Oskar Walter Ciseks Imaginationen über die Stadt zwischen Text-Rand und aufmerksamem Blick" (IX. Kongress der Germanisten Rumäniens, Bukarest, 04.-07.06.2012).

2011

Vorstellung des Promotionsprojektes (11. Internationales Graduiertenkolloquium zur deutschen Kultur- und Beziehungsgeschichte im Donau-Karpatenraum, Bad Kissingen, 30.10.-02.11.2011).

Alice Buzdugan, M.A.