Marina Klyshko, M.A.

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Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien
Ludwig-Maximilians-Universität München
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D-81675 München
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Promotionsprojekt

Das politische Imaginäre eurasischer Fiktionsräume: Entwürfe imperialer Ordnungen im postsowjetischen Russland

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich die (neo-)eurasischen Verfahren der Identitätsrepräsentation und ihre Reflexion in der russischen Literatur der postsowjetischen Zeit im Kontext des politischen Imaginären. Die leitende These dieses theoretischen Paradigmas geht davon aus, dass der Gemeinschaftsbildung die Ordnung des Imaginären zugrunde liegt, das als schöpferische Kraft des Menschen verstanden wird, neue Sinnbilder, Formen und Symbole zu erzeugen. Dieser Prozess setzt auch den Raum des Politischen voraus, da sich die dem Gemeinwesen zugrundeliegende Denkfiguren in den politischen und sozialen Institutionen realisieren.

Im Mittelpunkt meiner Analyse stehen narrative Strategien, kollektive Symbole und Figurationen, mit denen verschiedene Texte das politische Imaginäre entwerfen. Zum einen werden die rhetorischen Verfahren der Einheit in der (neo-)eurasischen philosophisch-ideologischen Bewegung untersucht. Zum anderen soll die literarische Auseinandersetzung mit den (neo-)eurasischen diskursiven Positionen anhand ausgewählter Texte in den Blick genommen werden. Es stellt sich die Frage, wie die russische postsowjetische Literatur zu den (neo-)eurasischen Imaginationen Bezug nimmt und welche Inter- und Gegendiskurse sie entwickelt.

Curriculum Vitae

Lehramtsstudium der Fächer Deutsch und Englisch an der Fernöstlichen Staatlichen Universität der Geisteswissenschaften in Chabarowsk/Russland. Nach dem Abschluss Tätigkeit auf dem Gebiet des Kulturmanagements, der Öffentlichkeitsarbeit und der Übersetzung in Deutschland und Russland. 2013 Master of Art „Kulturelle Grundlagen Europas“ an der Universität Konstanz. Danach Vorarbeiten für die Dissertation sowie wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Konstanz. Seit November 2015 Promotionsstudium in die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien.

Funktionen und Mitgliedschaften

Publikationen

Rezensionen

Sofia Andruchowytsch: Der Papierjunge, Salzburg, Wien, 2016. In: Spiegelungen. Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas 12 (66), 1/2017, S. 265-267.

Lee Rensselear / Artyom Lukin: Russia's Far East. New Dynamics in Asia Pacific and Beyond, Boulder, London, 2016. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas / jgo.e-reviews, jgo.e-reviews 2018, 1, S. 2-4. URL: https://www.recensio.net/r/43b9015917b74554a7fa0174d9f26c31

Vorträge (Auswahl)

2018

"The Revival of Eurasianism: Figurations of the Russian Space in Ideological and Literary Discourses" (Jahrestagung der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien "Studying East and Southeast Europe as Area Studies: Paradigms - Themes - Methods for the 21st Century", München, 25.-27.10.2018)

2016

"Visions of China in the Russian Neo-Eurasianism". (Workshop "Eurasianists’ Views on 'Asia': Past and Present", Lehrstuhl für Russland-/Asienstudien, LMU München, 20.-21.10.2016).

"The Russian colonization of the Far East and the origin of geographical names in the Russian-Chinese border area" (Workshop "Naming the Nation: Praktiken der Namensgebung im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft", Collegium Carolinum, München, 04.02.2016).

Marina Klyshko