Alice Buzdugan, M.A.

Kontakt:

 

alice1.buzdugan@stud.uni-regensburg.de

 

Projekt:

 

Stadtkultur in ‘Großrumänien’: Wahrnehmungen und Imaginationen des öffentlichen und privaten Raums im rumänischen und rumäniendeutschen Roman (Arbeitstitel)

 

Projektbeschreibung:

 

Die Stadt als Schauplatz kultureller Neuerungen oder Kollisionen nimmt auf dem Gebiet des sogenannten „Großrumänien” in der Zwischenkriegszeit eine gewichtige Rolle im literarischen Leben ein: Die Stadt gilt als Schlüsselbegriff für neu konstruierte Nationalbilder, trägt in ihrer literarischen Aufarbeitung eine neue Definition des Menschen, der Kultur und der Gesellschaft und ist zugleich der Ort, von dem aus die neuen Ansichten auch politisch verbreitet werden. Wie verhandelt die neue deutschsprachige Minderheit ihre Identität? Wie konstruieren die rumänischen Autoren, die meistens auch politisch aktiv waren, ein einheitliches Nationalbild? Welche Lösungen bieten die rumänischen und rumäniendeutschen modernen Literaturen für die gefürchtete Enthumanisierung in der Stadt? Aus dem umfassenden Kontext werden vier Fallstudien hervorgehoben: zwei rumänische und zwei deutschsprachige Autoren, die auch Meinungsträger im politischen und kulturellen Bereich waren.

 

Lebenslauf:

 

Nach ihrem Germanistikabschluss als Jahrgangsbeste 2007 in Bukarest absolvierte Alice Buzdugan in Regensburg den Masterstudiengang Ost-West-Studien. Die Schwerpunkte in Komparatistik und Minderheitenliteraturen in Südosteuropa baute sie als wissenschaftliche Hilfskraft im Slowenischen Lesesaal und durch die mehrmonatige Mitarbeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Geschichte Südost- und Osteuropas aus. Seit April 2011 promoviert sie in Komparatistik. Das Promotionsprojekt wird vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa gefördert.

 

Publikationen:

 

„Oscar Walter Ciseks Stadtbild: Toter Winkel oder Diagnose der Moderne?“, in: Tagungsband der Sektion „Differenzen und Überschneidungen“ auf dem IX. Kongress der Germanisten Rumäniens, 4.-7. Juni 2012, Bukarest, im IKGS-Verlag München, in Vorbereitung

 

„Individuum und Gesellschaft im kommunistischen Rumänien: Norman Maneas Symbol des Dummen August“, in: „Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik“, 22. Jahrgang, Heft Nr. 1 u. 2, 173-185.

 

„Norman Manea și estetica clovnescă“ in der rumänischen Literaturzeitschrift „Vatra“, Juni 2011.

 

Vorträge:

 

„Oskar Walter Ciseks Imaginationen über die Stadt zwischen Text-Rand und

«aufmerksamem Blick»”, gehalten auf dem IX. Kongress der Germanisten Rumäniens, 4.-7. Juni 2012, Bukarest, in der Sektion „Differenzen und Überschneidungen”.

 

Vorstellung des Promotionsprojektes auf dem 11. Internationalen Graduiertenkolloquium zur deutschen Kultur- und Beziehungsgeschichte im Donau-Karpatenraum in Bad Kissingen, 30. Oktober bis 2. November 2011.