Dr. Aleksey Martyniouk

Visiting Fellow (Munich)
Juli bis August 2014

Dr. Aleksey Martyniouk ist Leiter des Lehrstuhls für Geschichte und Kultur von Belarus an dem Nationalen Institut für Hochschulbildung (Minsk, Belarus). Er studierte an der Staatlichen Belarussischen Universität (Minsk) und der Ruhr-Universität Bochum und wurde im Jahr 2002 an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Thema “Orientalische, westeuropäische und russische Bildquellen zur Geschichte des Mongolischen Weltreiches und seiner Nachfolgestaaten im 13.–16. Jahrhundert“ promoviert.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Osteuropas im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, transnationale und interkulturelle Beziehungen im ostmitteleuropäischen Raum, visuelle Quellen des Mittelalters, mittelalterliche Kartographie und methodologische Probleme der Geschichtswissenschaft.

Publikationen:

Die Mongolen im Bild. Orientalische, westeuropäische und russische Bildquellen zur Geschichte des Mongolischen Weltreiches und seiner Nachfolgestaaten im 13.–16. Jahrhundert. Hamburg 2002.

Die Geschichte der Ostslawen: Die mongolische Eroberung Russlands. Minsk 2003. (zusammen mit S.B. Zharko)

Das mittelalterliche Russland in Texten und Dokumenten. Minsk 2005. (zweite Auflage 2012)

Aktuelles Forschungsprojekt:

“Die neuen methodologischen Ansätze zur Erforschung der Geschichte Osteuropas im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit (14.–16. Jahrhundert)”.

Die Erforschung der Geschichte Osteuropas im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ist eine wichtige wissenschaftliche Aufgabe und hat eine lange historiographische Tradition. Immer aktuell bleibt dabei die Suche nach den neuen konzeptionellen Impulsen zur Erforschung dieses Themas. Vom 14. bis 16. Jahrhundert war der Prozess der „Entdeckung Osteuropas“ zu beobachten, welcher nicht nur in den schriftlichen, sondern auch in den visuellen Quellen seinen Niederschlag fand. Dieses Thema kann (und soll) nicht nur mit der Hilfe der klassischen Quellen- und Geschichtsforschung erforscht werden, sondern auch unter Anwendung von neuem methodologischen Instrumentarium. Hier sind in der ersten Linie die narratologische Dekonstruktion des Textes, die Analyse der visuellen Materialen, die Erforschung von Symbolik (z.B. Symbolik der Macht) zu nennen. 

Kontakt

Respublikanskij Institut Vysšej Školy
Kaferda Istoriko-Kul'turnogo Naseldija Belarusi
ul. Moskovskaja 15, kab. 319
Minsk 220007
Belarus
 
Aleksey Martyniouk