[DGO Jahrestagung] "Globalisierung und politische Ordnung im östlichen Europa"

08.03.2018 - 09.03.2018

"Globalisierung und politische Ordnung im östlichen Europa" – die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO) findet vom 8. bis 9. März 2018 in Kooperation mit der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München statt. Aus multidisziplinärer Perspektive diskutieren internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik, den Medien und der Kultur mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Herausforderungen der Globalisierung für die Länder und Gesellschaften Ost- und Ostmitteleuropas.

Globalisierung polarisiert. Die Ausdehnung des Waren- und Kapitalverkehrs, der Informationsströme und kulturellen Praktiken über die Grenzen des Nationalstaats hinweg begrüßen Liberale als wohlstandssteigernd. Kritiker beklagen die Zerstörung von nicht wettbewerbsfähigen nationalen Branchen, die Unterhöhlung von Traditionen sowie die sozialen und ökologischen Folgen. Konsens herrscht darüber, dass die Globalisierung in Wirtschaft, Umwelt, Sicherheit oder Migration die Handlungsfähigkeit der Staaten vor Herausforderungen stellt. Die einen sehen in der „offenen Gesellschaft“, in Integration und Regieren jenseits der Staatlichkeit die Chance, Globalisierung zu gestalten. Andere plädieren für Protektionismus und Stärkung des Nationalstaats. Auch Ostmitteleuropa und Osteuropa sind in die Globalisierung eingebunden. Grund genug zu untersuchen, in welchen Feldern die Globalisierung greift und welche Impulse von der Region ausgehen. Inwieweit stellt die politische und gesellschaftliche Entwicklung etwa in Russland, Polen oder Ungarn eine Reaktion auf die Globalisierung dar? Und was bedeutet dies für die politische Ordnung in und für Europa?

Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO) ist der größte Verbund der Osteuropaforschung im deutschsprachigen Raum. Sie ist ein Forum zur Diskussion von Politik, Wirtschaft und Kultur in Ostmittel- und Osteuropa. Sie vermittelt Wissen über und Kontakte nach Osteuropa und fördert den europäischen Dialog. Die Mitglieder der DGO kommen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur. Die DGO ist ein überparteilicher gemeinnütziger Verein, Hauptsitz ist Berlin. In mehr als 20 deutschen Städten ist sie mit Zweigstellen vertreten. Die DGO erhält eine institutionelle Förderung vom Auswärtigen Amt.

Programm

DONNERSTAG, 8. MÄRZ 2018

Carl Friedrich von Siemens Stiftung
Südliches Schlossrondell 23, 80638 München

17:30 Uhr Eröffnung

Ruprecht Polenz, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin/Münster
Martin Schulze Wessel, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität München

17:50 Uhr Prolog

Das Leben zwischen den Welten
Lena Gorelik, Schriftstellerin, München

18:15 Uhr Vortrag

Strukturen und Entwicklungslinien von Globalisierung aus historischer Perspektive
Matthias Middell, Universität Leipzig

18:45 Uhr Kommentar und Diskussion

Die Spezifik von Globalisierungsprozessen im östlichen Europa
Alexei Miller, European University, St. Petersburg
Moderation: Manfred Sapper, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin

19:45 Uhr Empfang

 

FREITAG, 9. MÄRZ 2018

Ludwig-Maximilians-Universität München
Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München
Raum A 120 / Kleine Aula (OG 1) sowie weitere Räume nach Beschilderung

9:00 Uhr Podiumsdiskussion

Politik und Wirtschaft zwischen Öffnung und Schließung (Raum A 120)
Alexander Libman, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität, München
Max Trecker, Institut für Zeitgeschichte München
Kirsten Westphal, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Moderation: Volker Weichsel, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin

10:30 Uhr Kaffeepause

11:00 Uhr Parallele Panels

Fußball in Russland zwischen Globalisierung und Re-Nationalisierung (Raum A 120)
Dmitryj Dubrovskyj, Center for Independent Social Research, St. Petersburg
Fedor Krasheninnikov, Vedomosti, Jekaterinburg
Hajo Seppelt, ARD, Berlin
Moderation: Timm Beichelt, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Die „Neue Seidenstraße“. China und die politische Ökonomie der Globalisierung in Osteuropa (Raum DZ 001)
Kai-Olaf Lang, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Svetlana Michajlova, Friedrich-Ebert-Stiftung, Novosibirsk
Nele Noesselt, Universität Duisburg-Essen
Moderation: Manuela Troschke, Bad Tölz

Die Auswirkungen von Arbeitsmigration. Zentralasien und Osteuropa (Raum DZ 005)
Alexander Danzer, Katholische Universität Ingolstadt-Eichstätt
Kseniia Gatskova, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg
Matthias Kaltenbrunner, Universität Wien
Moderation: Christoph Hilgert, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität, München

Global Claims and National Conditions of Science (Raum DZ 007)
Anna Abalkina, Università degli Studi di Perugia
Jan Arend, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität München
Adele Del Sordi, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität München
Moderation: Alexander Libman, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität, München

12:30 Uhr Mittagspause (Selbstverpflegung)

14:00 Uhr Podiumsdiskussion

Internationale Hochschulen unter nationalem Druck: Die Central European University in Budapest und die European University in St. Petersburg (Raum A 120)
Zsolt Enyedi, Central European University, Budapest
Hans van Ess, Ludwig-Maximilians-Universität München
Veljko Vujačić, European University, St. Petersburg
Moderation: Martin Schulze Wessel, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität München

15:00 Uhr Kaffeepause

15:15 Uhr Podiumsdiskussion

Staat und Globalisierung in Europa. Vom Regieren jenseits der Staatlichkeit zur Rückkehr des Staats?
(Raum A 120)
Ruprecht Polenz, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin/Münster
György Schöpflin, Europäisches Parlament, Brüssel
Moderation: Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, München

16:45 Uhr Ende der Konferenz

 

Programm: Konferenzprogramm (PDF, 278 kB)

Zeit: Donnerstag, 8. März 2018, 17:30-20:00 Uhr & Freitag, 9. März 2018, 9:00-17:00 Uhr

Ort: Donnerstag: Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Südliches Schlossrondell 23, 80638 München; Freitag: Ludwig-Maximilians-Universität München, Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, Raum A 120 / Kleine Aula sowie weitere Räume nach Beschilderung

Sprache(n): Deutsch und Englisch

Teilnahme: Die Teilnahme ist kostenfrei; um Anmeldung wird gebeten an: office@dgo-online.org.

 

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