[Filmreihe München] "Gori, gori, moja zvezda" (Leuchte, mein Stern, leuchte)

16.01.2018 (21:00 - 23:00)

Am 16. Januar wird "Gori, gori, moja zvezda" (Leuchte, mein Stern, leuchte) im Filmmuseum München gezeigt. Die Reihe "Die Oktoberrevolution im Film" wird vom Institut für Slavische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München unter der Leitung von Prof. Dr. Riccardo Nicolosi (München), Principal Investigator der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, organisiert.

Wir glauben, relativ präzise bildliche Vorstellungen von den Abläufen im Oktober 1917 in Petrograd zu haben. Zugleich ist bekannt, dass es von den Geschehnissen in der Nacht zum 26. Oktober 1917 (nach dem neuen Kalender zum 8. November) keine Filmaufnahmen gibt, weil mit damaliger Technik keine Nachtaufnahmen möglich und vielleicht auch keine Zeugen erwünscht waren. Allerdings haben Fotografen und Wochenschau-Kamerateams in Petrograd und auch Moskau die Ereignisse im Februar und Juli 1917 dokumentiert und damit gewissermaßen die Bildformeln geliefert, auf die dann das Jahr 1917 symbolisch verkürzt wurde. Sie prägen unser "Bildgedächtnis" des Umsturzes bis heute. Insbesondere auch, weil Eisensteins "Oktjabr’" (1928), wohl der berühmteste der Revolutionsfilme, die Geschehnisse anhand dieser Fotos nachinszenierte – und diese Filmbilder seitdem immer wieder als authentisch in Dokumentationen verwendet oder in Spielfilmen repliziert wurden. Die Filmreihe "Die Oktoberrevolution im Film" zeigt ein vielfältiges Panorama entstandener Revolutionsfilme.

Gori, gori, moja zvezda (Leuchte, mein Stern, leuchte)

Sowjetunion 1970 | R: Aleksandr Mitta | B: Aleksandr Mitta, Julij Dunskij, Valerij Frid | K: Jurij Sokol | M: Boris Čajkovskij | D: Oleg Tabakov, Elena Proklova, Evgenij Leonov, Oleg Efremov, Leonid Kuravlëv, Marlen Chuciev | 92 min | OmeU

Südrussland 1920. Ein abgelegenes Dorf zwischen den Linien. Der Krieg zwischen Weißrussen und Rotgardisten wogt drei Jahre nach der Oktoberrevolution noch immer, als der besessene Wanderschauspieler und mutige Revolutionär Iskremas auf einem Bauernwagen Einzug hält. Ein paar Handgriffe, und schon verwandelt sich der Karren in die Bretter, die die Welt bedeuten. Während drumherum der Krieg tobt, werden im Dorf Verse von Shakespeare gesprochen. Der Wanderschauspieler versucht, mit künstlerischen Mitteln das Volk für die Revolution zu gewinnen, die ihnen Freiheit verspricht; ein Gut, das sich der fahrende Revolutionär einfach nimmt und durch das sein Spiel inmitten der Unruhen eben erst möglich wird.

Die Filmreihe bildet mit der Vortragsreihe "Russland 1917. Literatur und Kunst vor und nach der Revolution" ein umfassendes Veranstaltungsprogramm, das vom Institut für Slavische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München organisiert wird.

Der Eintritt kostet 4,- €. Die Karten können im Filmmuseum München erworben werden.

Zeit: Dienstag, 16.01.2018, 21-23 Uhr s.t.

Ort: München, Filmmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

Kooperation: Filmmuseum München, Münchner Volkshochschule

Zurück