[Filmreihe München] "Moskva" (Moskau)

21.06.2016 (21:00 - 23:30)

Am 21. Juni lädt das Institut für Slavische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München zur Filmvorführung von "Moskva" (Moskau) ein. PD Dr. Raoul Eshelman (München), Hochschullehrer an der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, wird in die Thematik einführen. Der russische Film bildet den Abschluss der Filmreihe "Vernetzte Räume - Verletzte Träume. Eine imaginäre Geschichte osteuropäischer Metropolen".

Moskva

Russland 2000 | R: Aleksandr Zel’dovič | B: Vladimir Sorokin, Aleksandr Zel’dovič | K: Aleksandr Il’chovskij | M: Leonid Desjatnikov | D: Ingeborga Dapkunaite, Tat’jana Drubič, Natal’ja Koljakanova, Aleksandr Baluev | 137 min | OmeU

Wer wissen will, wie man eine Filmstadt dekonstruiert, sollte diesen Ausnahme-Kunstfilm aus der Feder des Postmoderne-Duos Zel’dovič/Sorokin sehen. Drei Männer und drei Frauen performieren einen Reigen zwischen Eros und Thanatos. Jene unfassbare Gewalt, an der das postsowjetische Imperium krankt, kommt mehrmals zum Ausbruch. "Moskau selbst" tritt nur noch als reiner, leerer Signifikant in Erscheinung – mal auf einer penetrierten Landkarte, mal in Form von Ortstafel-Buchstaben.

 

Die Filmreihe soll eine imaginäre Geschichte osteuropäischer Hauptstädte nachzeichnen, die sich zugleich aus Spuren der urbanen Moderne und nationalsozialistischer Zerstörung, aus sozialistischen Bauten und neokapitalistischen Städtelandschaften zusammensetzt. Die interdisziplinäre Vortragsreihe "Vernetzte Räume - Zum Verhältnis von Literatur und Architektur" begleitet die Filmreihe.

Kartenvorbestellungen (jeweils ab vier Wochen im Voraus) nur telefonisch unter Tel. +49-(0)89-233-96450

Zeit: Dienstag, 21.06.2016, 21:00-23:30 Uhr

Ort: München, Filmmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

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