[Filmreihe München] "Novyj Minsk" (Das neue Minsk) und "Slučaj s pacanom" (Die Sache mit dem Jungen)

07.06.2016 (21:00 - 23:30)

Im Rahmen der Filmreihe "Vernetzte Räume - Verletzte Träume. Eine imaginäre Geschichte osteuropäischer Metropolen" des Instituts für Slavische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München werden am 7. Juni der sowjetische Film "Novyj Minsk" (Das neue Minsk) und der belarussische Film "Slučaj s pacanom" (Die Sache mit dem Jungen) gezeigt. Dr. des. Nina Weller (München), Postdoc der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, wird in die Thematik einführen.

Novyj Minsk

UdSSR 1954 | R: Iosif šul’man | B: Mikola Sadkovič | K: V. Okulič, V. Citron | M: D. Lukas | 29 min | OmU

Slučaj s pacanom

Belarus 2001 | R: Sjaroža Laban | B: Lecha Kascukoŭ, Lelik Uškin, Mikola Miljuk | K: Dzimon Modul’ | D: Jura Kanaval’čyk, Anja Laguc’ka, Mikola Miljuk, Nascja Nekazakava, Pauljuk Kanaval’čyk | 50 min | OmeU

Auf den Balkonen des "Neuen Minsk", wie es die kolorierte Filmskizze von 1954 zeichnet, blühen Blumen in sozrealem Rot, und alle Verkehrswege dieser Welt führen direkt hierher. Minsk, ein vermeintliches Werktätigen-Paradies, dank Sowjet-Aufbaukraft "wiederauferstanden" von den Toten. Ein halbes Jahrhundert später schlägt die filmische Subkultur zurück. Labans Held entkommt dem Teletubbies-TV-Horror seiner Bude und zieht los in die Stadt. Nur, dass hier der Horror-Trip erst so richtig beginnt: Er gerät zwischen Lukašenkas Schlägertrupps und orange Jung-Oppositionelle.

 

Die Filmreihe soll eine imaginäre Geschichte osteuropäischer Hauptstädte nachzeichnen, die sich zugleich aus Spuren der urbanen Moderne und nationalsozialistischer Zerstörung, aus sozialistischen Bauten und neokapitalistischen Städtelandschaften zusammensetzt. Die interdisziplinäre Vortragsreihe "Vernetzte Räume - Zum Verhältnis von Literatur und Architektur" begleitet die Filmreihe.

Kartenvorbestellungen (jeweils ab vier Wochen im Voraus) nur telefonisch unter Tel. +49-(0)89-233-96450

Zeit: Dienstag, 07.06.2016, 21:00-23:30 Uhr

Ort: München, Filmmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

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