[Filmreihe München] "Rosa Luxemburg"

27.02.2018 (21:00 - 23:30)

Im Rahmen der Filmreihe "Die Oktoberrevolution im Film" wird am 27. Februar der Film "Rosa Luxemburg" im Filmmuseum München gezeigt. Die Reihe wird vom Institut für Slavische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München unter der Leitung von Prof. Dr. Riccardo Nicolosi (München), Principal Investigator der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, organisiert.

Wir glauben, relativ präzise bildliche Vorstellungen von den Abläufen im Oktober 1917 in Petrograd zu haben. Zugleich ist bekannt, dass es von den Geschehnissen in der Nacht zum 26. Oktober 1917 (nach dem neuen Kalender zum 8. November) keine Filmaufnahmen gibt, weil mit damaliger Technik keine Nachtaufnahmen möglich und vielleicht auch keine Zeugen erwünscht waren. Allerdings haben Fotografen und Wochenschau-Kamerateams in Petrograd und auch Moskau die Ereignisse im Februar und Juli 1917 dokumentiert und damit gewissermaßen die Bildformeln geliefert, auf die dann das Jahr 1917 symbolisch verkürzt wurde. Sie prägen unser "Bildgedächtnis" des Umsturzes bis heute. Insbesondere auch, weil Eisensteins "Oktjabr'" (1928), wohl der berühmteste der Revolutionsfilme, die Geschehnisse anhand dieser Fotos nachinszenierte – und diese Filmbilder seitdem immer wieder als authentisch in Dokumentationen verwendet oder in Spielfilmen repliziert wurden. Die Filmreihe "Die Oktoberrevolution im Film" zeigt ein vielfältiges Panorama entstandener Revolutionsfilme.

Rosa Luxemburg

BRD 1986 | R+B: Margarethe von Trotta | K: Franz Rath | M: Nicolas Economou | D: Barbara Sukowa, Adelheid Arndt, Daniel Olbrychski, Doris Schade, Otto Sander | 123 min

Leben und Sterben der Sozialistin Rosa Luxemburg. Das Augenmerk der Biografie liegt in erster Linie auf den persönlichen inneren Beweggründen politischen Handelns. "Rosa Luxemburg hat das Dilemma zwischen männlicher und weiblicher Geschichtsbetrachtung nicht lösen können. Revolution, aber ohne Blutvergießen. Das Proletariat an die Macht, aber Freiheit für alle Menschen. Sich der Mittel der Gegner nicht bedienen wollen, ist ehrenwert und selbstzerstörerisch. Hat sie das nicht erkannt?" (Margarethe von Trotta) "Die emotionale Stärke, auch die Unausgewogenheit, die Vielschichtigkeit: Barbara Sukowa bringt das atemberaubend. Trotta und Sukowa – ein großer Film von zwei Frauen." (Frauke Hanck)

Die Filmreihe bildet mit der Vortragsreihe "Russland 1917. Literatur und Kunst vor und nach der Revolution" ein umfassendes Veranstaltungsprogramm, das vom Institut für Slavische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München organisiert wird.

Der Eintritt kostet 4,- €. Die Karten können im Filmmuseum München erworben werden.

Zeit: Dienstag, 27.02.2018, 21.00-23.30 Uhr s.t.

Ort: München, Filmmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

Kooperation: Filmmuseum München, Münchner Volkshochschule

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