[Finissage München] Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in Tschechien

06.03.2017 (19:00 - 21:00)

Am 6. März 2017 lädt das Tschechische Zentrum München in Zusammenarbeit mit dem Elitestudiengang Osteuropastudien und weiteren Institutionen zu der Finissage der Austellung "Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in Tschechien" ein.

Die NS-Zwangsarbeit betraf nicht nur Menschen, die im „Altreich“ eingesetzt wurden. Sie ereignete sich auch an einer Vielzahl von Orten in der heutigen Tschechischen Republik. Die deutsch-tschechische Ausstellung wirft am Beispiel von 18 exemplarisch ausgewählten Orten in der Tschechischen Republik einen Blick auf die NS-Zwangsarbeit.

Aktuellen Bildern der Orte werden Zeitzeugenaussagen und historische Fotografien gegenübergestellt, die im Zusammenhang mit der Zwangsarbeit und der Nachkriegsgeschichte der Orte stehen. Bei der Materialauswahl wurde neben tschechischen Opfern, speziell auch Ausländern ein gebührender Platz eingeräumt, um die europäische Dimension der NS-Zwangsarbeit zu verdeutlichen.

Im Rahmen der Ausstellung wird den Orten ein Teil ihrer Geschichte zurückgegeben, der in Verbindung mit der NS-Zwangsarbeit steht. Sie stellt die Frage, woran es liegt, dass wir über den sog. Totaleinsatz im Deutschen Reich relativ viel wissen, während der Zwangsarbeitereinsatz auf dem Gebiet der Tschechischen Republik weitgehend unbekannt ist?

Die Finissage erfolgt im Rahmen einer Podiumsdiskussion, bei der Dr. Jürgen Zarusky (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin), Dr. Markéta Spiritová (LMU München), Dr. K. Erik Franzen, (Collegium Carolinum München), Dr. Andreas Heusler (Stadtarchiv München) und Dr. Angela Hermann (NS-Dokumentationszentrum München) über NS-Zwangsarbeit in der Erinnerung von Münchnern und Vertriebenen sprechen. Die Moderation obliegt Petr Brod.

Zeit: 06.03.2017, 19:00 Uhr s.t. - 21:00 Uhr

Ort: Tschechisches Zentrum, Prinzregentenstr.7, 80538 München

Kooperation: Die abschließende Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Institut Theresienstädter Initiative, dem NS-Dokuzentrum, dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, dem Elitestudiengang Osteuropastudien an der LMU München und dem Collegium Carolinum Münchensowie mit finanzieller Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München.

Zurück