[Forum München] Thomas Bohn (Gießen): "Wisent-Wildnis und Welterbe. Der polnisch-weißrussische Nationalpark von Białowieża"

25.04.2017 (18:30 - 21:00)

"Wisent-Wildnis und Welterbe. Der polnisch-weißrussische Nationalpark von Białowieża" ist Thema des Vortrags von Prof. Dr. Thomas Bohn (Gießen) am 25. April 2017 in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung München. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Der an der polnisch-weißrussischen Grenze gelegene Wald von Białowieża galt seit dem 18. Jahrhundert als letzte Zufluchtsstätte des Wisents, der im Ersten Weltkrieg nahezu ausgerottet wurde. Internationale Bedeutung erlangte der letzte Flachland-Urwald Europas zunächst als Jagdgebiet für polnische Könige und russische Zaren, dann als polnischer und belarussischer Nationalpark und schließlich als UNESCO-Welterbe. Der Vortrag nimmt die Geschichte des Waldes von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart in den Blick. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 20. Jahrhundert mit seinen vielfältigen machtpolitischen Wandlungen. Im Vordergrund stehen Fragen der institutionellen und personellen Durchherrschung der Region unter verschiedenen politischen Ordnungen, vor allem im Hinblick auf den Umgang mit der Natur als Ressource und Reservat, sowie der Alltag der Bevölkerung und ihrer Konfrontation mit äußeren Faktoren und der vertrauten Lebenswelt.

Prof. Dr. Thomas Bohn ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Wissenschaftler, sondern auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Zeit: Dienstag, 25.04.2017, 18:30-21 Uhr .

Ort: Carl Friedrich von Siemens Stiftung München, Südliches Schlossrondell 23

ACHTUNG: Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail.

Die Veranstaltung wird ganz oder teilweise mit Bild und Ton aufgezeichnet. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie Ihr Einverständnis, dass dieses Material für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Graduiertenschule eingesetzt werden darf.

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