[Forum Regensburg] "Das Ende der liberalen Ordnung? Zentral-, Ost- und Südosteuropäischer Populismus im Vergleich"

02.06.2017 (18:00 - 19:30)

Populismus im östlichen Europa ist Thema einer öffentlichen Podiumsdiskussion, zu der die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien am 2. Juni 2017 in Regensburg einlädt. Unter dem Titel "Das Ende der liberalen Ordnung? Zentral-, Ost- und Südosteuropäischer Populismus im Vergleich" diskutieren die Journalisten Andreas Ernst, Boris Schumatsky und Reinhold Vetter aktuelle Formen und Entwicklungen des Populismus in der Region. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Marie-Janine Calic. Beginn der Veranstaltung ist 18:00 Uhr.

Das öffentliche Podium findet statt im Rahmen der vierten Jahreskonferenz der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropa, die sich vom 1. bis 3. Juni in vergleichender Perspektive mit dem Phänomen des Populismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa beschäftigen wird. Die wissenschaftliche Tagung "The End Of the Liberal Order? Central, East, and Southeast European Populism in Comparative Perspective" wird in Kooperation mit der School of Slavonic and East European Studies (SSEES) des University College London veranstaltet.

Kurzbiografien der Podiumsteilnehmer

Andreas Ernst (Belgrad / Zürich) ist seit 2002 Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung in Belgrad. Bis 1999 war er stellvertretender Leiter des Forschungsinstituts „Öffentlichkeit und Gesellschaft“ an der Universität Zürich. 2007 führte er mit der Abteilung für Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars der Universität Zürich ein Nationalfonds-Forschungsprojekt zum „state-building“ in Kosovo durch. Seit 2012 ist er Visiting Fellow am Zentrum für Südosteuropastudien der Universität Graz. 2014 erhielt er ein Istanbul-Reisestipendium zur Untersuchung des türkischen Einflusses auf dem Balkan (Landis-&-Gyr-Stiftung).

Boris Schumatsky (Berlin) ist Schriftsteller und Publizist. In Moskau geboren, lebt er seit Mitte der 1990er Jahre in München und Berlin. In seinem ersten Buch „Silvester bei Stalin“ zeichnet er den Weg seiner Familie durch die Zeiten des Krieges und des Terrors nach. 2016 erschien sein Essaybuch „Der neue Untertan. Populismus, Postmoderne, Putin“ zur Situation der europäischen Politik und Gesellschaften. Sein Roman „Die Trotzigen“ (2016), spielt am Beginn der neuen Zeit nach dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus. Seit 1991 schreibt er für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen und ist Autor von Hörfunkfeatures.

Reinhold Vetter (Warschau / Berlin) ist Journalist und Publizist. Zunächst arbeitete er als Ingenieur für Vermessungswesen. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft und Journalistik arbeitete er 1984-1988 beim WDR-Hörfunk in Köln. Seit 1988 ist er als Korrespondent tätig, bis 1994 für die ARD (Hörfunk) in Warschau, anschließend für das Handelsblatt zunächst in Warschau (1994-2000), dann in Budapest (2000-2003) und seit 2004 wieder in Warschau. Derzeit lebt er als freier Wissenschaftler und Autor in Berlin und Warschau. Sein Arbeitsschwerpunkt bildet sowohl Zeitgeschichte als auch Politik und Wirtschaft in Ostmitteleuropa. Neben den, zu diesen Themen von Vetter veröffentlichten Büchern und Artikeln in Fachzeitschriften, zeigt er sich auch für Kunstreiseführer über Polen und Schlesien verantwortlich.

Marie-Janine Calic (München) ist seit 2004 Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor war sie u.a. wissenschaftliche Referentin bei der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (1992-2004) und hat als Beraterin des Sonder­koordinators des „Stabilitätspakts für Südosteuropa“ (1999-2002) sowie des UN-Sondergesandten für das ehemalige Jugoslawien gearbeitet (1995). 2010 erschien ihre „Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert“, 2016 die Darstellung „Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region“.

 

Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Wissenschaftler, sondern auch an die interessierte Öffentlichkeit. Der Eintritt ist frei.

Zeit: 02.06.2017, 18:00-19:30 Uhr s.t.

Ort: Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Landshuter Str. 4, Raum 319

Die Veranstaltung wird ganz oder teilweise mit Bild und Ton aufgezeichnet. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie Ihr Einverständnis, dass dieses Material für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Graduiertenschule eingesetzt werden darf.

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