[Forum Regensburg] Filmreihe: "Bruderkuss: Vision und Alltag - Sozialistische Realitäten im Osteuropäischen Kino": Brechungen des Alltags im Sozialismus

05.11.2017 (11:00 - 13:30)

In der bundesweiten Filmreihe "Bruderkuss: Vision und Alltag - Sozialistische Realitäten im Osteuropäischen Kino" zeigen die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und das FilmFestival Cottbus am 29. Oktober 2017 im Regensburger Ostentor-Kino zwei Filme zum Thema "Brechungen des Alltags im Sozialismus". In die Filme und die Diskussion leitet Prof. Dr. Ger Duijzings, Mitglied der Graduiertenschule in Regensburg, ein.

Die Filmreihe "Bruderkuss: Vision und Alltag - Sozialistische Realitäten im Osteuropäischen Kino" präsentiert filmische Reflexionen des Alltags vor und nach dem Mauerfall in den Staaten des sozialistischen Einflussbereichs. Das Programm gibt den Zuschauern dabei einen umfassenden Überblick über die politische Kritik des osteuropäischen Kinos am Sozialismus. Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien zeigt und diskutiert als Partner des FilmFestivals Cottbus in einer Veranstaltungsreihe vom 15. Oktober bis 5. November in Regensburg mehrere Filme aus Ost- und Südosteuropa.

 

DER ZEUGE / A TANÚ, Ungarn 1969/77, 105 min. OmeU, Regie: Péter Bacsó

Filmsatire über die Mechanismen politischer Machtausübung zur Zeit des Stalinismus in Ungarn. Pelikan, ein einfacher Deichwächter und etwas naiver, aber aufrichtiger Mensch, wird in Anwesenheit seines alten Freundes Daniel, der inzwischen Minister ist, des Schwarzschlachtens überführt. Pelikan kommt ins Gefängnis und von Stund’ an folgt sein Leben einem irrationalen, absurden Kurs.

MAUSOLEUM / MAUSOLEUM, Estland 2015, 26 min. OmeU, Regie: Lauri Randla

Moskau im Jahr 1936. Das Lenin-Mausoleum steht kurz vor der Eröffnung und Pathologe Aleksey und Assistent Sasha bemühen sich, Lenins Leichnam zu konservieren. Auf bitterironische Art zeigt dieser Kurzfilm des estnischen Regisseurs Lauri Randla den allgegenwärtigen Terror des Stalin-Regimes, der selbst vor den „Helden der Sozialistischen Arbeit“ nicht Halt macht. Wohnen sie doch zugegebener- und gezwungenermaßen im luxuriösesten Wohnhaus der gesamten Sowjetunion, einem Wolkenkratzer in Moskau.– An sich ja schon Anzeichen
genug für einen Hang zum bourgeoisen amerikanischen Lebensstil …

 

Zeit: 05.11..2017, 11:00 Uhr

Ort: Ostentor-Kino, Adolf-Schmetzer-Str. 5, 93055 Regensburg

Eintritt: 7,– Euro (ermäßigt: 6,– Euro)

Kooperation: FilmFestival Cottbus, Ostentor-Kino

Weiterer Förderer: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

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