[Forum Regensburg] Filmreihe: "Bruderkuss: Vision und Alltag - Sozialistische Realitäten im Osteuropäischen Kino": Sergei Eisensteins "Oktober"

15.10.2017 (19:17 - 21:45)

Zum Auftakt der bundesweiten Filmreihe "Bruderkuss: Vision und Alltag - Sozialistische Realitäten im Osteuropäischen Kino" zeigen die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und das FilmFestival Cottbus am 15. Oktober 2017 im Regensburger Ostentor-Kino den Film "Oktober" von Sergei Eisenstein. Für die musikalische Begleitung des sowjetischen Stummfilmklassikers aus dem Jahre 1928 sorgt an diesem Abend u.a. Andrey Vozyanov, Doktorand der Graduiertenschule.

Die Filmreihe "Bruderkuss: Vision und Alltag - Sozialistische Realitäten im Osteuropäischen Kino" präsentiert filmische Reflexionen des Alltags vor und nach dem Mauerfall in den Staaten des sozialistischen Einflussbereichs. Das Programm gibt den Zuschauern dabei einen umfassenden Überblick über die politische Kritik des osteuropäischen Kinos am Sozialismus. Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien zeigt und diskutiert als Partner des FilmFestivals Cottbus in einer Veranstaltungsreihe vom 15. Oktober bis 5. November in Regensburg mehrere Filme aus Ost- und Südosteuropa.

 

OKTOBER (Sergei Eisenstein), SU 1928, Filmlänge 142 min [Neue Rekonstruktion des Films, die auch einige der zwischenzeitlich zensierten Szenen mit Leo Trotzki enthält]

Einführung zur Filmreihe: Robert Fischer (Filmfestival Cottbus)

Musik: Andrey Vozyanov und Pavel Astakhov (teils live)

Der Film stellt die Vorgänge vor und bei der Oktoberrevolution von 1917 aus Sicht der Bolschewisten in suggestiven Bildern dar. Der Reichtum der bisherigen zaristischen Herrschaft wird wiederholt dargestellt. Außerdem kommt die neuartige Montagetechnik an mehreren Stellen zum Tragen. Am berühmtesten die Szene, in der der Leiter der Übergangsregierung Kerenski in raschen Bildwechseln mit einem mechanischen Pfau verglichen wird. Hinzu kommt eine napoleonische Pose und eine suggestive Darstellung der zaristischen Herrschaftsinsignien, welche Kerenski als dem alten Regime anhängender Volksverräter entlarven sollen. Nach dem Signal von der Aurora wird das Winterpalais mit der Provisorischen Regierung eingenommen. Trotzki erklärt sie für abgesetzt. Die letzte Szene zeigt Lenin am Rednerpult: Lang lebe die Welt! Die Revolution der Arbeiter und Bauern ist beendet! Nach diesen beiden Tafeln endet der rekonstruierte Film.

Zeit: 15.10.2017, 19:17 Uhr [sic!]

Ort: Ostentor-Kino, Adolf-Schmetzer-Str. 5, 93055 Regensburg

Eintritt: 7,– Euro (ermäßigt: 6,– Euro)

Kooperation: FilmFestival Cottbus, Ostentor-Kino

Weiterer Förderer: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Weitere Termine der Reihe in Regensburg: jeweils in der Sonntagsmatinee um 11 Uhr am 22.10., 29.10. und 5.11.

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