[Gastvortrag und Projektvorstellung Regensburg]: Slowenen in Bayern und in der Welt

29.10.2015 (18:00 - 20:00)

Die Slowenen sind eine der migrationsfreudigsten Nationen Europas, haben aber seit den 1950er Jahren auch zahlreiche Arbeitsmigranten im eigenen Land aufgenommen. In einigen Nachbarstaaten Sloweniens leben slowenische Minderheiten. S.E.Gorazd Žmavc leitet als Minister der Republik Slowenien in Ljubljana das Amt für Slowenen im Grenzraum und in der Welt. Er wird in seinem Gastvortrag einen Überblick über die slowenische Migration und Diaspora weltweit geben.
Auch nach Bayern kamen seit 1945 Tausende von Slowenen. Ein Schwerpunkt slowenischer Präsenz ist bis heute Ingolstadt, wo vor allem zwischen 1968 und 1973 über 2.000 Slowenen bei Audi‐NSU und anderen Firmen arbeiteten. Ingolstadt hat mit Murska Sobota eine slowenische Partnerstadt. PD Dr. Rolf Wörsdörfer hat die Wanderungsbewegungen in seinem IOS‐Projekt „Slowenen in Bayern seit 1945“ untersucht und wird einige seiner Ergebnisse vorstellen. Die Präsentation umfasst die politische Migration in der Nachkriegszeit, die Tätigkeit der Leiharbeitsfirmen in den 1960er und 1970er Jahren sowie die Arbeitswanderung in der Zeit nach dem Anwerbeabkommen zwischen Bonn und Belgrad. Letztere soll vor allem am Beispiel Ingolstadts erörtert werden.

Veranstaltungsort:
Institut für Ost‐ und Südosteuropaforschung
Landshuter Straße 4, 93047 Regensburg, Raum 319 (3. OG)

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