[Podium Potsdam] "Kriegsgedenken als Event: Der 9. Mai 2015 im postsozialistischen Europa"

30.11.2016 (18:00 - 20:00)

Die Ergebnisse des von der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien mitgeförderten Forschungsprojektes „Sieg - Befreiung - Besatzung. Kriegsdenkmäler und Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes im postsozialistischen Europa“ liegen bald in Buchform vor. Am 30. November 2016 findet im Einstein Forum in Potsdam eine Podiumsdiskussion statt, in der das Buch schon einmal vorgestellt wird.

Der 9. Mai wurde 1945 in der Sowjetunion zum Tag des Sieges ausgerufen und ist heute der weltweit am breitesten zelebrierte Kriegsgedenktag. Der 9. Mai – das sind nicht nur Paraden und Ansprachen, sondern vor allem ein Volksfest. Neben den Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird es auch an vielen anderen Orten mit großem Aufwand begangen, nicht zuletzt an den sowjetischen Ehrenmalen in Berlin. Die Autoren - darunter Ekaterina Makhotina, eine Almuna der Graduiertenschule, - untersuchten das Gedenken am 70. Jahrestag des Kriegsendes gleichzeitig in verschiedenen Regionen Deutschlands, Russlands, der Ukraine, Belarus’ und Estlands. Das Buch liefert historischen und politischen Kontext, ethnographische Beobachtungen, räumliche Analysen sowie reichhaltiges Bild- und Kartenmaterial.

Die Hamburger Historikerin Ulrike Jureit wird den Band kritisch kommentieren und im Gespräch mit den Herausgebern des Sammelbands, Mischa Gabowitsch, Cordula Gdaniec und Ekaterina Makhotina, die Transformation des Kriegsgedenkens als ein soziales Phänomen erörtern. Die Gesprächsleitung hat Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst.

Weitere Informationen

Zeit: Mittwoch, 30.11.2016, ab 18 Uhr

Ort: Potsdam, Einstein Forum, Am Neuen Markt 7, 14467 Potsdam

 

Cover: © Verlag Ferdinand Schöningh GmbH & CoKG, 2016

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