[Preisverleihung München] Verleihung des Preises des Historisches Kollegs an Karl Schlögel

11.11.2016 (18:00 - 20:00)

Karl Schlögel (nach Foto: Dontworry [CC BY-SA 3.0], Wikimedia Commons)

Das Historische Kolleg in München verleiht am 11. November 2016 den "Preis des Historischen Kollegs" an den renommierten Osteuropahistoriker Prof. Dr. Karl Schlögel.

Mit dem "Preis des Historischen Kollegs" zeichnet das Historische Kolleg das wissenschaftliche Gesamtschaffen einer Historikerin oder eines Historikers aus. Grundlage für die Auszeichnung ist laut Statut ein herausragendes Werk, "das wissenschaftliches Neuland erschließt, über die Fachgrenzen hinaus wirkt und in seiner sprachlichen Gestaltung vorbildhaft ist". Der zum zwölften Mal verliehene Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und hat sich als der deutsche Historikerpreis etabliert.

Prof. Dr. Karl Schlögel erhält die Auszeichnung 2016 vornehmlich für sein Buch "Terror und Traum. Moskau 1937" (Hanser Verlag, München 2008). Das Buch erschien in mehreren Auflagen und wurde auch ins Englische, Russische, Polnische, Litauische, Schwedische, Niederländische und Spanische übersetzt. 

1948 im Allgäu geboren, lehrte Schlögel von 1990 bis 1994 Osteuropäische Geschichte an der Universität Konstanz und von 1995 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2013 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Zuletzt wirkte er als Fellow der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München.

Er ist gleichermaßen Gelehrter, glänzender Stilist und "public intellectual". Daher haben ihn die russische Annexion der Krim und die seither krisenhafte Situation in der Ukraine veranlasst, sich erneut intensiv mit der Geschichte der Ukraine zu befassen. Daraus ist das Buch "Entscheidung in Kiew. Ukrainische Lektionen" (Hanser Verlag, München 2015) entstanden. Aktuell arbeitet Karl Schlögel als Fellow der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München an dem Werk "Museum der Sowjetzivilisation".

Die Dotierung des alle drei Jahre verliehenen Preises des Historischen Kollegs, der sich als der deutsche Historikerpreis etabliert hat, stellt 2016 bereits zum dritten Mal die Alfred und Cläre Pott-Stiftung zur Verfügung. Mit dem Preis wurden seit 1983 der Althistoriker Alfred Heuß, die Mediävisten Arno Borst und Johannes Fried, die Neuzeithistoriker Reinhart Koselleck, Thomas Nipperdey und Wolfgang Reinhard sowie der Ägyptologe und Kulturhistoriker Jan Assmann ausgezeichnet. Zuletzt erhielten den Historikerpreis der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Michael Mitterauer (2004), die Neuzeithistoriker Gerhard A. Ritter (2007) und Christopher Clark (2010) sowie die Frühneuzeithistorikerin Barbara Stollberg-Rilinger (2013).

Zeit: 11.11.2016, 18:00 s.t.

Ort: Vortragssaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München

Teilnahme nur im Falle persönlicher Einladung!

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