[Vortrag München] Marina Lopukhova (Moskau): "Der Codex Destailleur aus der Sammlung des Staatlichen Eremitage-Museums: Zum Forschungsstand"

09.11.2017 (14:00 - 15:30)

Am 9. November berichtet Dr. Marina Lopukhova (Moskau) in einer offenen Gesprächsrunde im Zentralinstitut für Kunstgeschichte über ihre laufende Forschung. Die Kunsthistorikerin ist von September bis November 2017 James Loeb Fellow am ZIKG. Ihre Projektpräsentation trägt den Titel "Der Codex Destailleur aus der Sammlung des Staatlichen Eremitage-Museums: Zum Forschungsstand".

In der Wissenschaftlichen Bibliothek des Staatlichen Eremitage-Museums, Sankt-Petersburg, befinden sich drei architektonische Skizzenbücher aus dem 16.–17. Jahrhundert (Cod. Destailleur A, B, C), die aus der berühmten Sammlung Hippolyte Destailleurs stammen und 1891 von Heinrich von Geymüller als Werk von Fra Giocondo zum ersten Mal besprochen wurden. Während das Album B für die kunsthistorische Forschung relativ gut zugänglich war und vor kurzem in Italien veröffentlicht wurde, ist das 103-seitige Album A eine unveröffentlichte Kompilation der Originalzeichnungen des 16. Jahrhunderts, die stark beschädigt und später durch ihren neuen Besitzer ausgeschnitten und wieder zusammengefasst wurden. Das Ziel des Forschungsprojekts besteht darin, die Originalzeichnungen sowie den heutigen Zustand des Albums A und seine Organisationsprinzipien zu untersuchen. Es ist ein Desiderat, diese bisher so gut wie unbekannte Handschrift in die internationale Forschung zur Architekturgeschichte der Renaissance und zur Antikenrezeption einzubringen.

Zeit: Donnerstag, 09.11.2017, 14:00-15:30 s.t.

Ort: München, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München, Vortragssaal Raum 242 (2. OG)

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