[Workshop München] Aktuelle Tendenzen und Perspektiven in der Forschung zur 'Münchener Polenschule'

19.07.2017 - 20.07.2017

Am 19. und 20. Juli 2017 findet in München der Workshop "Aktuelle Tendenzen und Perspektiven in der Forschung zur 'Münchener Polenschule'" statt. Organisiert und geleitet wird die kunsthistorische Tagung von Anna Baumgartner, M.A., Doktorandin der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, und Dr. Aleksandra Krypczyk-De Barra, Nationalmuseum Krakau.

Der Workshop zielt darauf ab, neue Perspektiven und Tendenzen in der Forschung zur sogenannten "Münchener Polenschule" – einer für die Entwicklung der polnischen Malerei überaus wichtigen Künstlerkolonie, die vor allem in den Jahren 1870 bis 1890 sehr aktiv war und das Münchner Kunstleben mitbestimmte – zusammenzubringen.

Gerade in den letzten vier Jahren hat die Forschung zur großen polnischen Künstlerkolonie, deren Vertreter v.a. Motive aus der polnischen Geschichte visualisierten und damit auch international äußerst beliebt waren, neuen Auftrieb bekommen. In Polen finden derzeit wichtige Ausstellungs- und Forschungsprojekte zu führenden Mitgliedern der polnischen Künstlerkolonie wie Maksymilian Gierymski, Józef Brandt oder Alfred Wierusz-Kowalski statt. Parallel beginnt auch die deutschsprachige Kunstgeschichte und Osteuropaforschung, ein Interesse an der polnischen Malerei des 19. Jahrhunderts als Teil der polnischen imagined community sowie an der Migrationsgeschichte polnischer Künstler zu entwickeln.

Die Münchener Polenschule, die einen wichtigen Teil der deutsch-polnischen Kulturbeziehungen darstellt, hat jedoch auf einer bilateralen Ebene bisher noch viel zu wenig Aufmerksamkeit genossen und die einzelnen Projekte zur "Münchner Polenforschung" existieren isoliert voneinander. Der Workshop zielt deshalb darauf ab, als erste Veranstaltung dieses Formats im deutschsprachigen Raum die Vernetzung unter den deutschen und polnischen Forschern zu fördern. Der Workshop trägt auch dazu bei, die nationale Perspektive, die oft noch den Blick auf die polnische Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts dominiert, aufzubrechen.

Teilnahme nach vorheriger Anmeldung per E-Mail (bitte angeben, ob die Teilnahme an einem oder beiden Tagen erwünscht ist). Die Teilnahme ist kostenlos.

Zeit: 19.-20.07.2017

Ort: 19.07.: Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München, Raum 242; 20.07.: Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (GS OSES), Maria-Theresia-Straße 21, 81675 München, Bibliothek (EG)

Organisation: Anna Baumgartner, M.A. (GS OSES), Dr. Aleksandra Krypczyk-De Barra (Nationalmuseum Krakau)

Kooperation: Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) München, Institut für Kunstgeschichte (LMU München), Muzeum Narodowe w Krakowie, Generalkonsulat der Republik Polen München

 

Programm

Mittwoch, 19. Juli

(Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, Raum 242)

16.00-16.10 Uhr

Grußworte

Prof. Dr. Wolfgang Augustyn, Stellvertr. Direktor Zentralinstitut für Kunstgeschichte München,

Andrzej Osiak, Generalkonsul der Republik Polen in München

16.10-16.30 Uhr

Einleitung

Anna Baumgartner (München), Aleksandra Krypczyk-De Barra (Krakau)

16.30-17.30 Uhr

Aleksandra Krypczyk-De Barra (Krakau), Anna Klisińska-Kopacz (Krakau):
The Art of Maksymilian Gierymski and the Creative Activity of Polish Painters in Munich between 1867 and 1900 – an Interdisciplinary Approach

17.30-18.00 Uhr

Kaffeepause

 18.00-18.45 Uhr

Marta Kościelniak (München):
Olga von Boznańskas und Otolia Gräfin Kraszewskas künstlerische Positionen am Kreuzungspunkt München

18.45-19.00 Uhr

Pause

 19.00-20.00 Uhr

Podiumsdiskussion

mit Wojciech Bałus (Krakau), León Krempel (Darmstadt), Aleksandra Lipińska (München):
Eine Frage der Wahrnehmung. Zur Rezeption der „Münchner Polen“ und der polnischen Kunst(geschichte) in Deutschland

Moderation: Christian Fuhrmeister

20.00 Uhr

Umtrunk

 

Donnerstag, 20. Juli

(Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Bibliothek)

10.00-10.45 Uhr

Eliza Ptaszyńska (Suwałki):
Das Bezirksmuseum in Suwałki, PL - noch ein Zentrum der Münchner Polen

10.45-11.15 Uhr

Kaffeepause

11.15-12.00 Uhr

Anna Baumgartner (München):
Der Pferde- und Schlachtenmaler Józef Brandt (1841-1915) - eine internationale Künstlerkarriere im Spiegel der deutschen und polnischen Kunstpresse

12.00-12.45 Uhr

Agnieszka Bagińska (Warschau):
Die Zeichnungen von Józef Brandt aus polnischen und deutschen Sammlungen

12.45-13.00 Uhr

Kaffeepause

13.00-13.45 Uhr

Anna Lewandowska (Warschau):
The Art of Conservation and Artistic Production: What Aleksander Gierymski Could Learn from the Academy in Munich

13.45-14.00 Uhr

Abschlussdiskussion

 

Moderationen: Andrzej Betlej, Burcu Dogramaci, Christian Fuhrmeister, Marta Smolińska

 

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