Mara Matičević, M.A.

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Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien
Ludwig-Maximilians-Universität München
Maria-Theresia-Straße 21
D-81675 München
Tel.: +49 (0)89 / 2180 - 9592
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Promotionsprojekt

Grenzenloses Erzählen. Narrative Konstruktionen migratorischer Subjekte in den Literaturen der Gegenwart

In meiner Dissertation untersuche ich zeitgenössische Romane osteuropäischer (vor allem südslawischer) AutorInnen, die ihre Heimat verlassen haben und nun Literatur in einer Zweit- bzw. Fremdsprache schreiben. Die Länder Ost- und Südosteuropas werden aus mitteleuropäischer Sicht schon lange in einer liminalen Position verortet, wozu ihre Benennung als Balkanraum und die damit einhergehende diskursive Verhärtung bestimmter, meist negativer Attribute sicherlich beigetragen hat. Hinzu kommt, dass sie sich in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt mit Kriegen, dem Zusammenbruch und der Neuentstehung politischer Systeme und den damit korrelierenden gesellschaftlichen Neuausrichtungen auseinandersetzen mussten. Werke, die in diesem transkulturellen Kontext von Migration heraus entstanden sind, untersuche ich als Manifestationen bzw. Konsequenzen real stattfindender Austausch- und Verflechtungsprozesse auf kultureller und literarischer Ebene. Aufbauend auf einer subjektphilosophischen Basis und in Abgrenzung von den poststrukturalistischen Theorien der Postcolonial Studies möchte ich meine Analysen an die Frage nach einer übergreifenden literaturgeschichtlichen Entwicklung anbinden und damit neuere Tendenzen in der literarischen Darstellung hybrider Subjektivität beschreiben.

Siehe auch die Projektskizze in Jahresbericht 2016 der Graduiertenschule

Curriculum Vitae

Geboren in Dubrovnik, Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Italianistik und Ethnologie in München und Zagreb. Magisterabschluss 2012 mit der Arbeit „Die Fiktionalisierung des Holocaust. Analyse zweier zeitgenössischer Romane als Beispiel einer Perspektive der ‚dritten Generation‘“. Nach dem Abschluss Tätigkeit als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache sowie Vorarbeiten zur Dissertation. Aufnahme des Promotionsstudiums in der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien im November 2014.

Publikationen

A ‘Return’ of the Subject in Zadie Smith’s “White Teeth”. In: Current Objectives of Postgraduate American Studies 16 (2), http://copas.uni-regensburg.de/article/view/244.

Zus. mit Andreas Hölzl / Matthias Klumm / Thomas Scharinger / Johannes Ungelenk / Nora Zapf (Hgg.): Politik der Metapher, Würzburg 2015.

Zus. mit Helena Holzberger: Tagungsbericht. Cultural Hegemonies in Spaces of Diversity: Second Annual Conference of the Graduate School for East and Southeast European Studies, 07.05.-09.05.2015 in Regensburg. In: H-Soz-Kult, 02.10.2015, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6190.

„Fiktionalisierung des Holocaust“, in: Spannungsfelder: Literatur und Gewalt. Tagungsband des 3. Studierendenkongresses in Komparatistik, Frankfurt a.M. u.a. 2013, S. 241-250.

Vorträge, Lehre und Konferenzen

1/2014                         Vortrag bei der Konferenz „Return of the Narrative“ an der Universität Amsterdam mit dem Titel „Return of the Subject in the contemporary Novel – Zadie Smith’s White Teeth

WiSe 2013/14             HS „Ereignis und Subjektivität nach der Postmoderne“ an der LMU München (kooperative Lehre mit PD Dr. Raoul Eshelman)

Seit 5/2013                 Organisation der Graduiertentagung „LanguageTalks“ (7./8. April 2014) und Herausgabe des Tagungsbandes (Publikation im Sommer 2015)

Mara Maticevic, M.A., Foto: Fabian Burlhardt