Wissen, Raum, Umwelt (SoSe 2013 - SoSe 2015)

Leitung: Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Prof. Dr. Christoph K. Neumann

Wo sich der Mensch Raum und Umwelt aneignet - sei es als Schöpfer und Nutzer von Infrastruktur, sei es auf kriegerisch-politische Weise in Eroberungszügen, sei es auf kognitive Weise etwa auf wissenschaftlichen Expeditionen, sei es schließlich auf die künstlerische Weise des Reiseschriftstellers - immer produziert und nutzt er dabei Wissen. Stadt- und Landkarten, Reiseberichte und architektonische Baupläne beispielsweise sind Manifestationen von Raum-Wissen während etwa Forstordnungen und botanische Sammlungen Manifestationen von Wissen über die Umwelt darstellen.

Nicht nur Prozesse der Aneignung und Konstruktion von Raum und Umwelt lassen sich mit Blick auf die Rolle von Wissen betrachten. Auch angesichts von Prozessen der Auflösung von Räumen – zu denken wäre etwa an die Desintegration von Imperien – ist es sinnvoll, nach dem Schicksal von für die jeweiligen Räume konstitutiven Wissensbeständen zu fragen.

Die Studiengruppe „Wissen - Raum - Umwelt“ beschäftigt sich mit unterschiedlichen Fragestellungen zur gesellschaftlichen und kulturellen Aneignung von Räumen und Umwelten und untersucht die Rolle, die dabei verschiedenen Wissensformen zukommt. Wissenschaftliche Expertise und traditionelles Wissen kommen ebenso in Betracht wie implizites, nicht kodifiziertes Wissen. Die Studiengruppe fragt dabei nicht nur danach wie Menschen Wissen über Räume und Umwelten schaffen (beziehungsweise vergessen), sondern auch wie sie als Wissensproduzenten und Wissensträger durch die sie umgebenden Räume und Umwelten geprägt werden und diese ihrerseits prägen.

Ehemalige Mitglieder:

Dr. Melanie Arndt

Jan Arend, M.A.

Alice Buzdugan, M.A.

Gerhard Grüßhaber M.A.

Dr. Arnošt Štanzel

Katalin Tóth, M.A.

Max Trecker, M.A.

Dr. Martin Zückert