50 Jahre Prager Frühling: Martin Schulze Wessel im Interview

11.01.2018 (15:33)

Radiobeitrag des Deutschlandfunks zur Rolle Alexander Dubčeks und zum Prager Frühling

Vor 50 Jahren, Anfang Januar 1968, leitete das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) mit der Berufung Alexander Dubceks zum Ersten Sekretär der KSČ eine Reformphase ein. Besser bekannt als Prager Frühling entstand bald das Versprechen eines "Sozialismus mit menschlichem Antlitz". Doch wie hat man sich die damalige Situation im Land vorzustellen? Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, gab seine Einschätzungen in einem Beitrag des Deutschlandfunks.

Als Alexander Dubcek im Januar 1968 als Erster Sekretär eingesetzt wird, schien es sich zunächst lediglich um "eine Wachablösung an der Spitze der kommunistischen Partei" zu handeln, so Schulze Wessel in der DLF-Sendereihe "Aus Kultur- und Sozialwissenschaften". Doch spätestens mit der Aufhebung der Pressezensur war die radikale Änderung des politischen Führungsstils zu spüren. Der Radiobeitrag versammelt neben Expertenstimmen aus der Wissenschaft sowie Zeitzeugenberichte und veranschaulicht die Entwicklungen, die zum Prager Frühling und seiner Niederschlagung am 21. August 1968 führten.

Zum Nachhören:

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