[Call for Papers] Collegium Carolinum: Naming the Nation

15.10.2015 (09:13)

Das Collegium Carolinum und der LMU-Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte suchen Vorträge zu Praktiken der Namensgebung im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft

Das Collegium Carolinum und der Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München organisieren einen Workshop zum Thema "Naming the Nation: Praktiken der Namensgebung im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft" der vom 4. bis 5. Februar 2016 in München stattfinden wird.

Der Workshop beschäftigt sich mit Namensgebungsprozessen und damit explizit mit praktischen Aspekten des Nation-Building. Seit dem 19. Jahrhundert entwickelten engagierte Laien und Fachleute verschiedenster Disziplinen Wortschätze für einzelne Bereiche des Alltagslebens, aber auch Terminologien für geistes- und naturwissenschaftliche Fächer. Diese Benennungen geschahen selten zufällig oder unabsichtlich, sollten sie doch meist Kontingenzen beseitigen und Fakten schaffen. Dennoch konnten ihre Schöpfer nicht blindlings politischen Agenden folgen, sondern waren gezwungen, auch auf Befindlichkeiten ihrer Zielgruppe Rücksicht zu nehmen - sei es eine lokale, national noch weitgehend indifferente Bevölkerung, sei es eine mit dem internationalen akademischen Betrieb vertraute Wissenschaftscommunity.

Dem komplexen Phänomen der Terminologiebildung möchte sich der Workshop überregional und damit aus einer vergleichenden Perspektive nähern. Neben Fallbeispielen aus dem östlichen Europa werden daher auch Beiträge zu Sprache und Nationalismus in anderen geographischen und kulturellen Kontexten — besonders zu Westeuropa, Asien und Afrika — erbeten.

Ausführlicher Call for Papers (in deutscher und englischer Sprache)

Bitte reichen Sie ein Exposé Ihres geplanten Vortrags in deutscher (max. 2.500 Zeichen) oder englischer (max. 300 Wörter) Sprache sowie einen kurzen Lebenslauf bis zum 15. November 2015 ein bei:

Dr. Martina Niedhammer und Dana v. Suffrin, M. A.

Die Kosten für Anreise und Unterkunft werden von den Veranstaltern übernommen.

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