Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien auf internationaler Fachtagung in Philadelphia

19.11.2015 (10:21)

Jahreskongress der „Association for Slavic, East European, and Eurasian Studies“ – Buchpreis für Friederike Kind-Kovács

Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (GS OSES) ist auf dem heute in Philadelphia, USA, beginnenden Jahreskongress der „Association for Slavic, East European, and Eurasian Studies“ gleich mit mehreren Mitgliedern ver­treten. Vom 19. bis 22. November präsentieren Hochschullehrer, Postdoktoranden und Doktoran­den der Graduiertenschule aus München und Regensburg ihre aktuellen Forschungsergebnisse auf einer der weltweit wichtigsten interdisziplinären Konferenzen für Slavistik, Osteuropawissen­schaften und Eurasische Studien. Die Regensburger Postdoktorandin Friederike Kind-Kovács wird im Rahmen der Konferenz zudem mit einem renommierten Buchpreis der University of Southern California ausgezeichnet. Die rege Beteiligung an dieser bedeutenden Fachtagung unterstreicht die Qualität und die internationale Bedeutung der an der Graduiertenschule entstehenden Forschung.

Ulf Brunnbauer, Professor für die Geschichte Südost- und Osteuropas und Sprecher der Graduier­tenschule in Regensburg, leitet am 19. November das Panel „Veterans and the Establishment of ‚Facts‘ in the Postwar: Examples from (former) Yugoslavia“, in dem unter anderem die Regens­burger Doktorandin Julia Kling einen Vortrag mit dem Titel „To Acknowledge or to Disregard the Facts? Yugoslav Resistance Fighters of WWII and the Challenge of an International Collective Memory of Veterans“ halten wird. Ebenfalls am 19. November stellt Friederike Kind-Kovács im Panel „Food Preparation, Consumption, and Creation in Difficult Times“ ihre Forschung zum Thema „American Food for Central Europe: Milk Kitchens and Children’s Feeding Stations in Post-WWI Budapest“ vor.

Das Doppelpanel „Factuality and Counterfactuality I + II“, welches von Riccardo Nicolosi, Mitglied der Graduiertenschule in München und Professor für Slavische Philologie an der Ludwig-Maxi­milians-Universität, veranstaltet wird, widmet sich am 20. November alternativen Geschichtsvor­stellungen in der postsowjetischen Literatur Russlands. „What If? Counterfactual Historical Ima­gination in post-Soviet Russian Literature and Historical Sciences“ ist sein Vortrag überschrieben. An diesem Tag stellt zudem die Münchener Doktorandin Henriette Reisner ihre Arbeit über den sowjetischen Animationsfilm vor. Im Panel „Children's Media in the Soviet Union: Fact, Fiction, and Fantasy“ spricht sie über „From Propaganda to Poetry: Creating Childhoods through Soviet Animation”.

Am 21. November veranstaltet wiederum Ulf Brunnbauer das Panel „How Facts become ‚Justice‘ and ‚Truth‘: Tribunals and Truth Commissions in Eastern Europe“, das sich mit der Aufarbeitung der Verbrechen während der jugoslawischen Zerfallskriege in den 1990er Jahren beschäftigt. Die Regensburger Doktorandin Jacqueline Nießer wird darin einen Vortrag zum Thema „A Truth Com­mission that dispenses with Truth? ‚The Regional Commission for Establishing Facts on War Crimes in the Yugoslav Wars‘“ halten.

Der von der Universität von Südkalifornien gestiftete, internationale Buchpreis für herausragende literatur- und kulturwissenschaftliche Monografien über Russland, Osteuropa oder Eurasien geht in diesem Jahr sowohl an die amerikanische Professorin Rachel Feldhay Brenner, als auch an die Postdoktorandin Friederike Kind-Kovac. Das Regensburger Mitglied der Graduiertenschule erhält den Preis am 21. November für ihre 2014 erschienene Studie „Written Here, Published There: How Underground Literature Crossed the Iron Curtain“.

Das Gesamtprogramm mit kurzen Abstracts ist auf der Konferenzwebsite einzusehen.

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