Neues DFG-Forschungsprojekt am Institut für Slavische Philologie

07.02.2018 (11:04)

DFG-Förderung für Forschungprojekt zur Untersuchung der Abenteuerliteratur der frühen Sowjetunion

Prof. Dr. Riccardo Nicolosi und Dr. Brigitte Obermayr, beide LMU München, erforschen im Rahmen der Forschergruppe „Philologie des Abenteuers“ die Abenteuerliteratur der frühen Sowjetunion. Ab dem 1. Februar 2018 und für die Dauer von zunächst drei Jahren werden sich Riccardo Nicolosi und Brigitte Obermayr mit der sowjetischen Abenteuerliteratur der 1920er und frühen 1930er Jahren beschäftigen.

Gerade in der frühen Sowjetunion setzte eine intensive theoretische Reflexion über Formen und Funktionen der Abenteuerliteratur ein, mit der auch die Erprobung neuer narrativer Verfahrensweisen einherging. Das Forschungsprojekt will daher einerseits nach Bedeutung und Funktion des Abenteuers innerhalb der Entwicklung einer modernistischen russischen Prosa fragen, wie auch nach damit einhergehenden neuen Literaturtheorien und dem Verhältnis von Fiktionalität und Faktualität.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt ist Teil der Forschergruppe "Philologie des Abenteuers", einer Kooperation der Fächer Komparatistik, Germanistik, Anglistik, Romanistik, Klassische Philologie und Slavistik, an der Forscher der LMU München sowie der FU Berlin beteiligt sind. Die Wissenschaftler wollen interdisziplinär die Genese und Entwicklung des literarischen Abenteuer-Begriffs untersuchen und diesen auch sprach- und grenzüberschreitend in der Literaturgeschichte verorten.

 

Riccardo Nicolosi ist Inhaber des Lehrstuhls für Slavische Literaturwissenschaft am Institut für Slavische Philologie. Er gehört als Hochschulmitarbeiter der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien an und ist Leiter der Studiengruppe Literatur-Narrativität-Diskurs.

 

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