Tito und die Politik 'aktiver friedlicher Koexistenz': Vortrag von Marie-Janine Calic in Berlin

25.01.2018 (13:18)

Vortrag in der Ringvorlesung "Vertrauen als Ressource internationaler Politik" der HU Berlin und des Berliner Kollegs Kalter Krieg

Am Donnerstag, dem 25. Januar 2018, hält Prof. Dr. Marie-Janine Calic, Mitglied der Graduiertenschule, an der Humboldt-Universität zu Berlin einen Vortrag zum Thema „Tito und die Politik „aktiver friedlicher Koexistenz“ im Kalten Krieg“. Die Veranstaltung ist Teil der gemeinsamen Ringvorlesung "Vertrauen als Ressource internationaler Politik" der Humboldt-Universität zu Berlin und des Berliner Kollegs Kalter Krieg.

Ausgehend von der Doktrin der "aktiven friedlichen Koexistenz" unternahm Jugoslawien unter Tito seit den 1950er Jahren zahlreiche Aktivitäten, um in internationalen Konflikten zu vermitteln und sich für eine gerechte Weltordnung einzusetzen. Die Politik der Blockfreiheit wurde zu seinem prominentesten außenpolitischen Projekt. Aber inwieweit gelang es tatsächlich, die Logik der Bipolarität zu unterlaufen? Und welche Funktionen besaß die Konfliktmediation für das multinationale Jugoslawien als Staat und für Titos Herrschaft selbst? Wie wirkten Innen- und Außenpolitik zusammen?

Moderiert wird der Vortrag von Dr. Ulrich Mählert, Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft und Internationale Zusammenarbeit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Marie-Janine Calic ist Professorin für Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Principal Investigator der Graduiertenschule und im Wintersemester 2017/2018 Stipendiatin des Berliner Kollegs Kalter Krieg.

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