Alumna Ekaterina Makhotina in den Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas berufen

27.07.2017 (08:19)

Große Ehre für ehemalige Doktorandin der Graduierteschule in München

Ekaterina Makhotina, Alumna der Graduiertenschule und seit April 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, ist in den Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas berufen worden.

Ekaterina Makhotina war zwischen 2012 und 2015 assoziierte Doktorandin der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München und wurde mit der Arbeit "Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Museen, Gedenkstätten und Denkmälern in Litauen nach 1989" promoviert (Summa cum laude). Die Studie ist als Band 4 der Reihe "Schnittstellen. Studien zum östlichen und südöstlichen Europa" erschienen.

Nach der Promotion leitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Ludwigs-Maximilians-Universität München zusammen mit Mischa Gabowitsch und Cordula Gdaniec das von der Graduiertenschule durch Workshops unterstützte Forschungs- und Ausstellungsprojekt "Sieg — Befreiung — Besatzung: Kriegsdenkmäler und Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes im postsozialistischen Europa". Daraus ist der 2017 im Verlag Ferdinand Schöningh erschienene Band "Kriegsgedenken als Event. Der 9. Mai 2015 im postsozialistischen Europa" entstanden.

2014-2015 leitete Makhotina zusammen mit Marketa Spiritova das Projektseminar "Leerstellen der Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs aus dem östlichen Europa in München und Umgebung" für die Studierenden des Masterstudiengangs Osteuropastudien (LMU München und Universität Regensburg).

Seit April 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Erinnerungskulturen in Russland und in Ostmitteleuropa, Stalinismus, Geschichte Litauens im 20.Jahrhundert sowie Strafpraxis in Russland des 18. Jahrhunderts.

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas wurde 1999 gegründet und betreut das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das sogenannte Holocaust-Mahnmal, und die Denkmäler für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen und für die ermordeten Sinti und Roma sowie den Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde. Darüber hinaus hat die Stiftung den Auftrag, "die Erinnerung an alle Opfer des Nationalsozialismus und ihre Würdigung in geeigneter Weise sicherzustellen." Im Rahmen dessen werden Ausstellungen, Vortrags- und Seminarveranstaltungen durchgeführt und begleitende Publikationen erstellt.

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