Björn Hansen und Marek Nekula erfolgreich mit Drittmittelantrag

23.10.2017 (09:13)

800.000 Euro für Forschung über Sprachwandel in deutsch-polnischen Familien

Björn Hansen und Marek Nekula, beide Universität Regensburg, und ihre polnische Kollegin Anna Zielińska (Polnische Akademie der Wissenschaften, Warschau) haben gemeinsam erfolgreich die Finanzierung eines deutsch-polnischen Forschungsprojekts über Sprachwandel in bilingualen Familien eingeworben. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem polnischen Nationalen Wissenschaftszentrum (NCN, Narodowe Centrum Nauki) getragene Programm „Beethoven 2“ gewährt ihnen eine Förderung von insgesamt 800.000 Euro.

Drei Jahre lang werden nun Forscherinnen und Forscher des Regensburger Instituts für Slavistik sowie aus Warschau kontaktinduzierten Sprachwandel in deutsch-polnischen Familien untersuchen. Sie fragen unter anderem danach, welche Muster im Bereich der Grammatik oder des Satzbaus von der einen in die andere Sprache übernommen werden. Hierzu führen sie Interviews mit Polnischsprechern in Deutschland und vice versa und erstellen daraus eine umfangreiche Sprachdatensammlung. Da sowohl das Polnische in Deutschland als auch das Deutsche in Polen Gegenstand der Untersuchung sind,  ist die polnisch-deutsche Zusammenarbeit ein integraler Bestandteil des Projekts „Language across generations: contact induced change in morphosyntax in German-Polish bilingual speech (LangGener)“. Außerdem sind auch Erhebung und Auswertung von Interviews mit Tschechischsprechern in Deutschland vorgesehen, die in das Gesamtprojekt einfließen werden.

Björn Hansen ist Inhaber des Lehrstuhls für Slavistische Linguistik und Leiter des Studiengangs Deutsch-Polnische Studien; Marek Nekula ist Professor für Bohemistik und Westslavistik und Leiter des Bohemicum Regensburg-Passau und der Deutsch-Tschechischen Studien. Beide gehören als Hochschullehrer der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien an.

„Beethoven 2“ ist ein gemeinsames Förderprogramm der DFG und des NCN, mit dem deutsch-polnische Forschungsinitiativen unterstützt werden.

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