Budapest: Reviving the Bicycle Lifestyle

21.04.2016 (14:03)

Sammelband "Cycling Cities: The European Experience" mit Beitrag von Katalin Tóth veröffentlicht

Soeben ist der Sammelband "Cycling Cities: The European Experience" erschienen, der 100 Jahre Verkehrs- beziehungsweise Radpolitik in 14 Städten aus neun europäischen Ländern untersucht. Darin enthalten ist der Beitrag "Budapest: Reviving the Bicycle Lifestyle" zur Geschichte des Fahrradverkehrs in Budapest im 20. Jahrhundert, den Katalin Tóth, Doktorandin der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München, verfasst hat. Der Band wurde am 14. April der Öffentlichkeit vorgestellt und der EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, überreicht.

Der Sammelband dient der Bestandsaufnahme und historischen Analyse der Kulturen, Praktiken und Politiken des städtischen Radfahrens in Europa zwischen 1930 und 2010. Die darin versammelten Beiträge untersuchen die Genese von Fahrradstädten und deren Herausforderungen. Analysiert wird dabei die Rolle von Politikern, Ingenieuren, Verkehrsaktivisten und einfachen Radfahrern.

Entstanden ist der Band im Rahmen des niederländisch-internationalen Verbundsprojekts "Cultural Politics of Sustainable Urban Mobility, 1890-Present" (CPSUM), an dem Katalin Tóth beteiligt ist. Die von ihr untersuchte Stadt Budapest ist die einzige Fallstudie des Bandes, die eine Stadt im ehemaligen Ostblock in den Blick nimmt.

Am 14. April 2016 wurde der Sammelband in Amsterdam offiziell vorgestellt. Die niederländische Ministerin für Infrastruktur und Umwelt, Melanie Schultz van Haegen, überreichte ihn dabei der EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc. Die Veröffentlichung maßgeblich unterstützt haben die "Foundation for the History of Technology" und das "Rachel Carson Center for Environment and Society" an der LMU München.

"Cycling Cities: The European Experience" bringt eine neue Perspektive in die urbane Verkehrsgeschichtsschreibung. Bislang konzentrierte sich diese auf Aspekte der Motorisierung. Dabei wurden Fußgänger und Radfahrer allenfalls am Rande betrachtet. Der Ausgangspunkt des Bandes ist hingegen der Umstand, dass sich in der Zwischenkriegszeit in vielen europäischen Städten eine blühende Fahrradkultur entwickelte, die dann wegen seiner Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr sowie aufgrund des Aufstiegs der automobilen Gesellschaft durch allerlei autofeundliche Regelungen und Infrastrukturmaßnahmen zurückgedrängt wurde.

 

Ruth Oldenziel, Adri Albert de la Bruhèze, Frank Veraart, and Martin Emanuel (Hg.): Cycling Cities: The European Experience. Hundred Years of Policy and Practice. Amsterdam: Foundation for the History of Technology and Rachel Carson Center for Environment and Society, 2016.

€37,50 + shipping costs
256 Seiten
100 Abbildungen, 15 Tabellen

Weitere Informationen zum Buch

 

Cover: © Foundation for the History of Technology and Rachel Carson Center for Environment and Society, 2016.

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