Divergenz und Konvergenz in der europäischen Geschichte seit den 1960er Jahren

23.01.2017 (14:11)

Abschlussvortrag des 51. Deutschen Historikertags in Hamburg von Martin Schulze Wessel online

Zum Abschluss des 51. Deutschen Historikertags in Hamburg ließ Martin Schulze Wessel, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte Ost- und Südosteuropas der LMU München und Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, am 23. September 2016 in seiner Funktion als scheidender Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) die europäische Geschichte der vergangenen fünfzig Jahre Revue passieren. Dabei fokussierte er auf Divergenz und Konvergenz als ambivalente Tendenzen historischen Wandels. Das Video des Vortrags wurde nun in L.I.S.A. - dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung online veröffentlicht.

Auf der staatlichen Ebene war nach dem Zweiten Weltkrieg das Verhältnis zwischen West und Ost von einem Gegeneinander geprägt, von Grenzen, von grundsätzlich divergenten Überzeugungen. Mit dem Zusammenbruch des realsozialistischen Modells schien diese Epoche an ihr Ende gekommen zu sein - Grenzen wurden durchlässig, der europäische Kontinent wuchs zusammen, der Traum von einem vereinten Europa war nur noch eine Frage der Zeit. Die gegenwärtige Lage in Europa hat im Zuge der Fluchtbewegung aus Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten diese Phase der hoffnungsvollen Konvergenz in ihr Gegenteil umschlagen lassen. Europa driftet nicht nur in der Frage des Umgangs mit den Flüchtlingen auseinander und droht in mehrere regionale Fraktionen zu zerfallen. Martin Schulze Wessel geht in seinem Vortrag dieser Abfolge von Divergenz und Konvergenz in der europäischen Geschichte seit dem Prager Frühling nach.

Zum Nachschauen:

Martin Schulze Wessel: Divergenz und Konvergenz in der europäischen Geschichte seit den 1960er Jahren (Abschlussvortrag des 51. Deutschen Historikertags 2016), in: L.I.S.A. - Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

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