Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen. Litauen und der Zweite Weltkrieg

05.12.2016 (09:46)

Band 4 der Reihe "Schnittstellen. Studien zum östlichen und südöstlichen Europa" erschienen

Soeben ist mit der Studie „Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen. Litauen und der Zweite Weltkrieg“ von Ekaterina Makhotina der vierte Band in der Reihe „Schnittstellen. Studien zum östlichen und südöstlichen Europa“ erschienen.

Dr. Ekaterina Makhotina war assoziierte Doktorandin der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München und ist nun wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn.

In dem nun erschienen Buch analysiert sie litauische Gedenkstätten und Denkmäler des Zweiten Weltkriegs, die einem stetigen Wandel unterliegen: Zunächst dienten sie dazu, die sowjetische Präsenz zu affirmieren. In den 1960er Jahren betonten sie litauischen Widerstand und Heldenmut. Mit dem politischen Umbruch im Jahr 1990 rückte die „erlebte“ Geschichte, vor allem die Erfahrungen der Opfer des stalinistischen Terrors, in den Fokus der öffentlichen Geschichtsrepräsentation. Stätten hingegen, die an die deutsche Besatzung erinnerten, wurden als sowjetische Propaganda begriffen und beseitigt. Die Autorin rekonstruiert diese unterschiedlichen Phasen der Erinnerung; umfassend untersucht sie die vielfältigen Akteure, Erinnerungspraktiken und historischen Diskurse.

Die Reihe „Schnittstellen. Studien zum östlichen und südöstlichen Europa“ der Graduiertenschule wird von ihren Sprechern Martin Schulze Wessel und Ulf Brunnbauer herausgegeben und erscheint im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Ekaterina Makhotina: Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen. Litauen und der Zweite Weltkrieg, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2016 ( = Schnittstellen. Studien zum östlichen und südöstlichen Europa; Bd. 4).

478 Seiten mit 22 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-30090-9

Weitere Informationen zum Buch

Cover: © Vandenhoeck & Ruprecht, 2016

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