Graduiertenschule auf internationaler Fachtagung in Washington

17.11.2016 (12:55)

Hochschullehrende, Postdocs und Promovierende auf internationalem Jahreskongress der „Association for Slavic, East European, & Eurasian Studies“

Heute beginnt in Washington, D.C. der Jahreskongress der internationalen „Association for Slavic, East European, & Eurasian Studies“. Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien ist auch in diesem Jahr durch mehrere Mitglieder vertreten. Vom 17. bis 20. November 2016 stellen Hochschullehrende, Postdocs und Promovierende der Graduiertenschule aus München und Regenburg ihre Forschung vor. Die Tagung ist eines der wichtigsten internationalen Foren für Osteuropastudien, Slavistik und Eurasische Studien.

Dr. Melanie Arndt, Postdoc in Regensburg, leitet das Panel “Globalizing the Soviet Environment: East-West Circulations of Knowledge and Expertise on Nature, 1957-1991”, das sich mit wissenschaftlichem Austausch zwischen der Sowjetunion und dem (kapitalistischen) Westen zu Umweltfragen befasst. Organisiert wird das Panel von der deutsch-französischen Forschungsgruppe „EcoGlobReg“, der Arndt angehört.

Der Regensburger Sprecher der Graduiertenschule, Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, analysiert im Panel “Labor, Shipbuilding and the (Inter)National Economy: Adriatic and Baltic Case Studies in Comparison” das Beispiel des Hafens von Pula mit seinem Vortrag “Between States and Political Systems: Labor in the Uljanik Shipyard (Pula, Croatia)”. Außerdem kommentiert er die Beiträge im Panel “After Civil Wars – Historiography in Divided Society”, das danach fragt, wie durch die Erfahrung von Bürgerkriegen historische Identitäten neu definiert und geformt werden.

Die Münchner Doktorandin Marija Đokić nimmt ebenfalls in doppelter Funktion an der Konferenz teil. Einmal präsentiert sie im Panel “Variety Entertainment in East-Central and South-East European Cities at the Turn-of-the-Century”  das Belgrader Theater Orpheum - “'The Happiest Corner of Belgrade'- Brana’s Orpheum (1899-1914)”. Außerdem moderiert sie das Panel “Human Intervention, Technology and the Environment: Changing the Danube in the Longue Durée”, das sich den menschlichen Eingriffen in den Verlauf der Donau in einer langfristigen Perspektive widmet.

Prof. Dr. Björn Hansen aus Regensburg kommentiert und moderiert die Beiträge des Panels  “Exploring Structural Changes in Heritage Languages of Ethnic Minorities and of Immigrant Communities”. Eine der Vortragenden ist die Regensburger Doktorandin Dóra Vuk, die sich in ihrem Vortrag dem „Agreement System in the Croatian Heritage Language in Hungary“ widmet.

Ebenfalls mit zwei Mitgliedern der Graduiertenschule besetzt ist das Panel „Imperial Rule in Early Modern Russia“. Moderiert wird es von Prof. Dr. Martin Aust von der Universität Bonn, einem Research Associate der Graduiertenschule. Einen der Vorträge hält Henner Kropp, Doktorand aus Regensburg, der über “The Colonists in Russian-America and the Expansion of Russia and the USA” sprechen wird.

Gleich mehrere Angehörige der Graduiertenschule bestreiten auch das Panel “Photography and Modernity in the Late Tsarist and Soviet Empires”. Die Moderation übernimmt mit Prof. Dr. Andreas Renner ein Münchner Hochschullehrer, der Kommentar obliegt mit Prof. Ronald Grigor Suny, Ph.D. einem ehemaligen Gastwissenschaftler und Research Associate der Graduiertenschule. Mit Helena Holzberger ist außerdem eine Doktorandin aus München als Rednerin vertreten. Sie beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit “The Interaction of Photography and Modernization in Uzbekistan”.

Als weiterer Doktorand der Graduiertenschule nimmt Ruslan Mitrofanov aus München an der Konferenz teil. Er präsentiert in einem Panel über osteuropäische Psychiatrie seine Forschung zu “The Institutionalization of Psychiatry in the Russian Empire: the Case of the Kazan District Hospital as a Transnational Study”.

Die vielfache Beteiligung gerade auch der Promovierenden zeigt einmal mehr die internationale Bedeutung der an der Graduiertenschule betriebenen Forschung.

Das gesamte Programm der Konferenz kann hier eingesehen werden.

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