Graduiertenschule zeigt japanischen Dokumentarfilm "Tell the Prime Minister"

22.02.2016 (13:15)

Film über die Anti-Atomkraft-Proteste in Tokio nach Fukushima in Regensburg und München aufgeführt

Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien zeigt am 1. März in Regensburg und am 2. März in München den japanischen Dokumentarfilm „Tell the Prime Minister“. Der Film behandelt die Anti-Atomkraft-Proteste in Tokio nach der verheerenden Reaktorkatastrophe von Fukushima vor fünf Jahren. Den Vorführungen schließt sich ein Gespräch mit dem Regisseur, Eiji Oguma, an.

Vier von sechs Reaktorblöcken des japanischen Kernkraftwerks Fukushima Daiichi wurden nach dem Tōhoku-Erdbeben und dem von ihm ausgelösten Tsunami am 11. März 2011 durch Unfälle zerstört; weite Landstriche sind auf Jahrzehnte radioaktiv kontaminiert. Mehr als 200.000 Menschen versammelten sich in der Folge vor dem Amtssitz des japanischen Premierministers in Tokio, um gegen die Atompolitik der Regierung zu demonstrieren. Oguma rückt diesen Protest, der damals vergleichsweise wenig mediale Aufmerksamkeit fand, in den Mittelpunkt seines Dokumentarfilms. Die Demonstranten stehen für ihn in einer Reihe mit den Aktivisten der „Occupy Wall Street“-Bewegung in New York und der sogenannten Regenschirm-Revolution in Hongkong.

Eiji Oguma ist Dokumentarfilmer und Professor an der Fakultät für Politikmanagement der Keio University in Tokio. Gezeigt wird der Film in der japanischen Originalfassung mit englischen Untertiteln am 1. März ab 19 Uhr im Regensburger Kino im Leeren Beutel (Bertoldstraße 9, 93047 Regensburg) und am 2. März ab 17 Uhr im Münchner Werkstattkino (Frauenhoferstraße 9, 80469 München). Der Eintritt ist frei; die Sitzplätze sind jedoch begrenzt.

Die Veranstaltung ist Teil der wissenschaftlichen Veranstaltungsreihe „Forum“ der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München und Regensburg, richtet sich aber auch an die breite Öffentlichkeit. Kooperationspartner sind der Lehrstuhl für Russland-/Asienstudien und das Japan-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München, das Rachel Carson Center for Environment and Society (RCC) sowie die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.

Weitere Informationen:

Zur Veranstaltung am 1.3. in Regensburg

Zur Veranstaltung am 2.3. in München

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