Interview-Projekt zum Euromaidan: Workshop in Kiew

05.11.2015 (11:53)

Graduiertenschule untersucht mit deutschen und ukrainischen Studierenden Hintergründe der ukrainischen Revolution 2013/14

Vom 23. bis 31. Oktober fand in Kiew der erste Workshop des Interview-Projektes „Neue Solidarität in der Ukraine. Erfahrungen von zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation während der Euromaidan-Revolution 2013-2014“ statt, den die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien im Rahmen des Programms „Meet up! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen“ derzeit zusammen mit der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew durchführt.

In dem von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ geförderten Projekt untersuchen Studierende aus München und der ukrainischen Hauptstadt Kiew unter Anleitung von Mykola Boroyk, Postdoktorand der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in Mün­chen, und Kateryna Kobchenko, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Ukrainische Stu­dien der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, die Hintergründe der ukrainischen Euromaidan-Revolution 2013/14.

Kernstück der Projektarbeit sind zwei einwöchige Workshops in denen die Studierenden der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew in beiden Städten gemeinsam Interviews mit Zeitzeugen führen und sich mit Fragen der Zivilgesellschaft, der Erinnerung an historische Konfliktsituationen und der Oral History beschäftigen.

Zum Auftakt wurden Ende Oktober in Kiew mehrere Interviews mit Aktivisten und Zeitzeugen des Euromaidan geführt. Aber auch der Besuch des Maidan, also dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew, und anderer Stätten der Revolution standen auf dem Programm. So inspizierten die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer etwa den mit verschwenderischem Luxus ausgestatteten, ehemaligen Wohnsitz des Ex-Präsidenten Wiktor Janukowytsch.

Die Arbeitsschritte und die Ergebnisse der Diskussionen werden zusammen mit ausgewählten Sequenzen der Videointerviews projektbegleitend im Weblog "uanewsolidarity" präsentiert. Der zweite Workshop findet vom 16. bis 20. November in München statt.

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