Jahrestagung 2014: Area Studies Revisited – Connectivity, Comparison, Laterality

16.06.2014 (14:07)

12.-14.Juni 2014 in München

Die erste Jahrestagung der Graduiertenschule im Juni 2014 hat mit dem Selbstverständnis moderner Area Studies zugleich die eigenen methodischen Grundlagen reflektiert.

Elementarer Bestandteil der Forschungsagenda der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien ist das Konzept der Area Studies. Es beruht auf der Einsicht, dass die Untersuchung einer Weltregion nicht isoliert erfolgen kann, sondern globale und transnationale Kontexte berücksichtigen muss.
So leisten Area Studies einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von regional spezifischen politischen, kulturellen und sozialen Entwicklungen in einer globalisierten Welt. Während Regionalstudien sich lange Zeit über landesspezifische Expertise definierten, stehen heute die Beziehungen einer Region zu anderen Teilen der Welt im Vordergrund, so dass Transfer, Transnationalismus, Hybridität und Verflechtungen methodische Kernbegriffe der Area Studies geworden sind.
Area Studies waren auch das Thema der ersten Jahrestagung der Graduiertenschule, die vom 12. bis 14. Juni in München stattgefunden hat. Gekommen waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die zu verschiedenen (Welt-) Regionen arbeiten. Sie präsentierten und diskutierten das Selbstverständnis moderner Area Studies.
Möglichkeiten, Grenzen und Notwendigkeit methodischer Innovationen waren dabei ebenso Thema wie institutionelle Voraussetzungen für Area Studies. Wie politische, gesellschaftliche und soziale Interessen und Veränderungen die Genese und Entwicklung der Regionalstudien beeinflussen, erhellte ein Blick auf die Disziplingeschichte. Diskutiert wurde auch das Spannungsfeld zwischen den Interessen der Forschung und den Interessen der Politikberatung. Vielfältig wie die Themen waren auch die behandelten Regionen: Afrika, Asien, Nordamerika, Lateinamerika und Osteuropa. Ein ausführlicher Tagungsbericht der Leipziger Doktorandin Brigitta Triebel ist bei H-Soz-Kult erschienen.

Der Termin für die zweite Jahrestagung steht bereits fest: Sie wird vom 7. bis 9. Mai 2015 in Regensburg stattfinden.

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