Konfliktherd Balkan: "Eine Stunde History" mit Marie-Janine Calic und Ulf Brunnbauer

24.07.2017 (08:09)

"Eine Stunde History" auf Deutschlandfunk Nova widmete sich der Geschichte des vereinigten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen

In der Sendereihe "Eine Stunde History" des Hörfunkprogramms Deutschlandfunk Nova waren am Sonntag, 23. Juli 2017, Prof. Dr. Marie-Janine Calic und Prof. Dr. Ulf Brunnbauer mit Einschätzungen zur Entwicklung auf dem Balkan vor und nach der Deklaration von Korfu im Jahr 1917 zu hören. Thema der Sendung waren die Geschichte und die Folgen des letztlich gescheiterten Staatsprojekts eines gemeinsamen Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen nach dem Ersten Weltkrieg.

Am 20. Juli 1917 beschlossen Vertreter der Serben, Kroaten und Slowenen die Gründung eines gemeinsamen Königreichs. Auf Korfu, dem Exil der serbischen Regierung, die infolge des Ersten Weltkriegs geflohen war, wurde die Deklaration unterzeichnet. Am 1. Dezember 1918 proklamierte der serbische Kronprinz Alexander das neue Königreich, das aber unter keinem guten Stern stand.

Serbien konnte den neuen Staat nicht entscheidend prägen, da es stark geschwächt aus dem Ersten Weltkrieg kam. Die Kroaten strebten nach nationaler Eigenständigkeit, und so versuchten in den ersten zehn Jahren des neuen Staates 30 verschiedene Regierungen ihr Glück.

Marie-Janine Calic, Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Principal Investigator der Graduiertenschule, erläuterte in der Sendung die Absichten der Deklaration von Korfu 1917.

Ulf Brunnbauer, Professor für Geschichte Südost- und Osteuropas an der Universität Regensburg, Geschäftsführender Direktor des IOS Regensburg und Regensburger Sprecher der Graduiertenschule, ging auf die Entwicklung auf dem Balkan nach der Deklaration von Korfu ein.

Zum Nachhören:

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