Manfred Hettling, Michael G. Müller, Guido Hausmann (Hrsg.): Die »Judenfrage« – ein europäisches Phänomen?

15.11.2013 (12:21)

Der Band um die »Judenfrage« stellt nationale Debatten exemplarisch und vergleichend nebeneinander. Geografisch liegt der Schwerpunkt auf dem mittel-, ostmittelund südeuropäischen Raum. Die Beiträge behandeln die Phase vom
späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Sie zeigen u. a., dass die Kontroversen über die Stellung der jüdischen Minderheit zugleich als Selbstverständigungsdebatten über politische Grundwerte der Mehrheitsgesellschaft
dienten. Die »Judenfrage« erweist sich damit auch als Indikator für nationale Selbstverständigungsprozesse, besonders in politischen Umbruchsund Krisensituationen. Dabei schrieb man Juden sehr unterschiedliche Rollen zu, die Modelle reichten von radikaler Exklusion bis zu weitgehender Inklusion.

Manfred Hettling, Michael G. Müller, Guido Hausmann (Hrsg.): Die »Judenfrage« – ein europäisches Phänomen? (Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 5), Metropol Verlag, Berlin 2013.

Zurück