Michael Brenner zum Präsidenten des Leo Baeck Instituts gewählt

04.11.2013 (15:13)

Professor Michael Brenner, Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU, ist zum Internationalen Präsidenten des Leo Baeck Instituts gewählt worden. Damit steht zum ersten Mal seit Gründung des Instituts im Jahr 1955 ein nach der Schoah geborener und in Deutschland lehrender Akademiker an der Spitze der führenden Institution zur Erforschung der deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur.

In den Jahren 1998 bis 2009 war Brenner Vorsitzender der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Instituts und sein Internationaler Vizepräsident. Michael Brenners Vertreter sind Professor Shmuel Feiner (Jerusalem) und Professor David Rechter (Oxford).

Das Leo Baeck Institut mit Zentren in Jerusalem, London und New York sowie einer Dependance am Jüdischen Museum Berlin, hat das Ziel, das kulturelle Erbe des deutschsprachigen Judentums zu bewahren. Es verfügt über bedeutende Archivbestände und Bibliotheken und gibt das renommierte Year Book of the Leo Baeck Institute heraus. Erster Internationaler Präsident des nach ihm benannten Instituts war der 1956 verstorbene ehemalige Berliner Rabbiner und Holocaust-Überlebende Leo Baeck. Gegründet wurde das Institut unter anderem von deutsch-jüdischen Intellektuellen wie Martin Buber, Max Grunewald, Hannah Arendt und Robert Weltsch.

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