Michel Brenner leitet erstes Zentrum für Israel-Studien in Deutschland

03.06.2015 (12:11)

Zentrum für Israel-Studien an der Ludwig-Maximilians-Universität am 3. Juni 2015 eröffnet

Heute wird in München das erste Institut in Deutschland eröffnet, das sich Israel zum Forschungsschwerpunkt gesetzt hat: das Zentrum für Israel-Studien an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Leiter ist Michael Brenner, Professor für jüdische Geschichte und Kultur und Mitglied der Graduiertenschule.

Zum ersten Mal entsteht an einer deutschen Universität ein Zentrum für Israel-Studien: Das Israel-Zentrum der LMU erforscht nicht nur die jüdische Kultur des Staates Israel, sondern widmet sich auch der arabischen Minderheit im Land.

„In Israel gibt es zwölf Institute, die sich mit der Kultur und Geschichte Deutschlands beschäftigen. Das Israel-Zentrum der LMU ist deutschlandweit die erste Forschungseinrichtung, die sich der Kultur und Geschichte Israels widmet“, erklärt Professor Michael Brenner von der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU. Der Anlass zur Gründung des Zentrums: Das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Das Zentrum für Israel-Studien soll Arbeitsschwerpunkte bereits bestehender Institute und Lehrstühle wie der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur, der Professur für Judaistik und dem Institut für den Nahen und Mittleren Osten der LMU unter einem Dach zusammenführen. Bisher forschen und lehren unterschiedliche Fakultäten zur Literatur, Politik, Geschichte und Wirtschaft Israels: Gemeinsame Strukturen sollen diese Themenbereiche nun bündeln.

Zudem sollen neue Projekte initiiert werden. „Interessant wäre eine Professur für hebräische Literatur, die es in Deutschland bisher noch nicht gibt“, so Brenner. Das Zentrum für Israel-Studien widmet sich zudem verstärkt der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern: Im nächsten Jahr ist beispielsweise ein Workshop für junge Wissenschaftler, die sich mit der Geschichte und Kultur Israels auseinandersetzen, geplant. Und auch in den Schulen will das Israel-Zentrum das Interesse an jüdischer und arabischer Kultur wecken und den Nahost-Konflikt in den Lehrplänen verankern. „Gerade das 50-jährige Jubiläum ist ein Grund dafür, sich differenziert mit Israel auseinander zu setzen“, findet Brenner.

Quelle: LMU-Presse

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