Nach den Wahlen in Rumänien und Mazedonien: Interview mit Marie-Janine Calic

16.12.2016 (11:47)

Einschätzungen zum Ausgang der Parlamentswahlen in Rumänien und Mazedonien im SWR 2 "Journal am Morgen"

Marie-Janine Calic, Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, hat am 12. Dezember in der Hörfunksendung "Journal am Morgen" des Südwestrundfunks Einschätzungen zum Ausgang der Parlamentswahlen in Rumänien und Mazedonien gegeben. Das Interview wurde im Programm SWR 2 ausgestrahlt.

Im Sieg der Sozialdemokraten (PSD) bei der Parlamentswahl in Rumänien sieht die Münchner Südosteuropa-Expertin Marie-Janine Calic einen Beweis der Eliten-Kontinuität in der Region. Dem Wähler sei es gleich ob es sich bei der PSD um Postkommunisten handele. Das große Wahl-Thema Korruption interpretierte sie als Indiz dafür, dass staatliche Institutionen schwach sind, auch wenn sich mithilfe der EU viel getan habe. Rumänien sei nicht zuletzt deshalb das europafreundlichste Land in der EU. Den Balkan insgesamt sieht Calic weiter als Laboratorium für die Rückkehr des Nationalismus. „Den Balkan abschotten geht nicht“, so Calic wörtlich – dessen Probleme seien auch unsere.

Zum Nachhören:

Zurück