Neue Studierende, Promovierende und Postdocs begrüßt

08.12.2015 (14:40)

Gemeinsame Begrüßungsfeier der Graduiertenschule und des Elitestudiengangs Osteuropastudien

Am vergangenen Donnerstag, dem 3. Dezember 2015, fand in Regensburg die gemeinsame Begrüßungsfeier für den 4. Jahrgang der Promovierenden der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und den 12. Jahrgang der Studierenden des Elitestudiengangs Osteuropastudien statt. Mehr als 50 Mitglieder beider Einrichtungen hatten sich dafür im Gästehaus der Universität Regensburg versammelt, einem altehrwürdigen, mittelalterlichen Gebäude inmitten der Altstadt.

Prof. Dr. Volker Depkat hieß die Gäste in seiner Eigenschaft als Dekan der Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität Regensburg willkommen und lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit der Universität Regensburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München im Studiengang und in der Graduiertenschule. Beide Einrichtungen seien in der internationalen Wissenschaftslandschaft weithin sichtbar und hätten großes Renommee erworben. Er beglückwünsche daher die neu aufgenommen Studierenden und Doktoranden, nun Teil dieser Programme zu sein.

Den beiden Sprechern der Graduiertenschule, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel und Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, oblag es, die Graduiertenschule und den Elitestudiengang näher vorzustellen. Auch sie betonten die hervorragende Zusammenarbeit sowie die große Internationalität der beiden Programme und der dort entstehenden Forschung. Seinen Glückwunsch an die neuen Masterstudierenden und Promovierenden, die sich in einem hochkompetitiven Bewerbungsverfahren durchgesetzt hätten, verband Schulze Wessel mit dem Rat, die Zeit der Förderung als Geschenk anzunehmen. „Dies sind vielleicht die einzigen Jahre Ihres Lebens, in denen Sie sich so intensiv und so selbstbestimmt mit einem Forschungsvorhaben beschäftigen können.“

Die Vielfalt der an der Graduiertenschule und im Studiengang beteiligten Disziplinen und Forschungsperspektiven wurde in einer kurzen Vorstellung der dort wirkenden Lehrenden deutlich. PD Dr. Natali Stegmann und Prof. Dr. Julia Herzberg gaben einen Einblick in die Arbeit der Abteilungen für Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Universität Regensburg beziehungsweise der LMU München. Prof. Dr. Ger Duijzings stellte das Profil seiner Professur für Sozialanthropologie mit Schwerpunkt Südost- und Osteuropa an der Universität Regensburg vor. Der Lehrstuhl für Russland-/ Asienstudien an der LMU München wurde von Dr. Tatiana Linkhoeva repräsentiert. Die Vorstellungen des an der Universität Regensburg angesiedelten Lehrstuhls für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts von Prof. Dr. Rainer Liedtke sowie der Regensburger Professur für Amerikanistik von Prof. Dr. Volker Depkat unterstrichen den Anspruch, Lehre und Forschung zur Region Ost- und Südosteuropa systematisch mit anderen Weltregionen in Beziehung zu setzen. Einen Überblick über die Münchener und Regensburger Slavistik gaben stellvertretend Prof. Dr. Martin Schulze Wessel und Petar Kehayov, PhD. Den Lehrstuhl für Internationale und Monetäre Ökonomik an der Universität Regensburg stellte Dr. Miriam Frey vor. Prof. Dr. Rainer Arnold, Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls „Legal Relations of the European Union with Central, Eastern and South-Eastern Europe" in Regensburg, vertrat die Rechtswissenschaft.

Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien hat zum Wintersemester 2015/16 vier neue Promovierende aufgenommen. Boris Ganichev wird in München eine Studie über "Das russländische Zollwesen der post-Reform Periode als imperiales Scharnier zwischen Zentrum, Peripherie und Bevölkerung" schreiben. Ebenfalls in München untersuchen Marina Klyshko "Das politische Imaginäre eurasischer Fiktionsräume: China im postsowjetischen Diskurs Russlands" und Ruslan Mitrofanov "The Institutionalization of Psychiatry in the Russian Empire: the Case of the Kazan District Hospital as a Transnational Study". Bajro Muric wiederum schreibt eine Dissertation mit dem Titel "Exploring Family Language Policy, Linguistic Repertoires and Identity Construction of the Bosnian Immigrant Population in Germany, Austria and Switzerland"; er wird in Regensburg betreut.

Wiewohl bereits im Verlauf des Jahres 2015 an die Graduiertenschule gelangt, stellten sich in Regensburg auch Dr. Mykola Borovyk, Dr. Čarna Brković, Dr. Irina Morozova und Dr. Jasper Trautsch als neue Postdocs mit ihren Projekten vor.

Der 12. Jahrgang des Elitestudiengangs Osteuropastudien wird gebildet von Judith Brehmer, Matthias Cichon, Oleg Friesen, Rita Gagica, Ivana Jerkovic, Blerina Kelmendi, David Khunchukashvili, Natalja Kliewer, Aleksandra-Maja Lisov, Michael Nusser, Carolin Piorun, Bojana Rikić, Pavle Sachenbacher, Freya Tasch, Philipp Türmer, Beate Winterer und Olga Zoll.

Im Rahmen der Begrüßungsfeier hielt Prof. Dr. Susan Zimmermann (Budapest) den Kolloquiumsvortrag „The Politics of Globalizing Gendered Labor Policy: International Labor Standards and the Global South, 1919-1939“. Darin setzte sie sich detailliert mit der Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und ihrem Bemühen um Verbreitung geschlechterspezifischen Regelungen im Arbeitsrecht in der Zwischenkriegszeit auseinander.

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