Newsletter Nr. 8 der Graduiertenschule erschienen

04.05.2017 (16:37)

Newsletter zum Sommersemester 2017 ist online

Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien hat zum Sommersemester 2017 eine neue Ausgabe ihres halbjährlichen Newsletters veröffentlicht. Newsletter Nr. 8 bietet eine Rückschau auf das vergangene Wintersemester und eine Vorschau auf das Sommersemester.

In ihrem Editorial betonen die beiden Sprecher der Graduiertenschule, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel und Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, die hohe Gegenwartsrelevanz der an der Graduiertenschule erforschten Themen.

Vor 60 Jahren legten die Römischen Verträge den Grundstein der Europäischen Gemeinschaft. Diverse Probleme überschatteten jedoch die Feierlichkeiten der EU in Rom. Neben dem "Brexit" stehen hier immer wieder Krisen und Konflikte in den Ländern Ostmittel- und Südosteuropas im Mittelpunkt. In Polen, einem Land, in dem die EU in der Bevölkerung breite Zustimmung genießt, regiert eine EU-skeptische Partei; in Ungarn führt die Regierung gerade eine Kampagne gegen "Brüssel" durch. Generell erleben die Kritik an supra- oder internationalen Kooperationen sowie ein nationalistisch-autoritärer Populismus eine erstaunliche Konjunktur, und das nicht nur im östlichen Europa.

Grund genug für die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, ihre diesjährige Jahrestagung mit dem Titel "The End Of the Liberal Order? Central, East, and Southeast European Populism in Comparative Perspective" diesen Themen zu widmen. Die Tagung findet in Zusammenarbeit mit der School of Slavonic and East European Studies (SSEES) vom 1. bis 3. Juni 2017 in Regensburg statt. 

Mit der SSEES hat die Graduiertenschule Anfang des Jahres eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Neuer Kooperationspartner ist zudem das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin, das sich in diesem Newsletter vorstellt.

Wissenschaft ist heute ohne internationale Zusammenarbeit nicht vorstellbar. Umso besorgniserregender ist es, wenn diese durch die Politik in Frage gestellt wird. Aktuell ist einer der wichtigsten Partner der Graduiertenschule, die Central European University (CEU) in Budapest, durch ein diskriminierendes neues Gesetz in ihrem Fortbestand bedroht. Auch die Europäische Universität St. Petersburg ist derzeit akut gefährdet. Und in der Türkei kann ganz grundsätzlich von Freiheit der Lehre und Forschung nicht mehr die Rede sein. Die Graduiertenschule hat entsprechende Appelle an Entscheidungsträger verfasst.

Die Graduiertenschule selbst kann verstärkt die Früchte ihrer Arbeit ernten: Dass es geglückt ist, die Promovierenden zu eigenständigen Forscherpersönlichkeiten auszubilden, zeigt unter anderem das aktuelle Semesterprogramm, das mehrere von Promovierenden konzipierte und organisierte Workshops umfasst. Mit Gerhard Grüßhaber und David Schick haben zwei Doktoranden kürzlich ihre Dissertationen erfolgreich verteidigt. Eingereicht haben ihre Dissertationsschriften zudem Karina Shyrokykh und Max Trecker.

Inhalt des Newsletters Nr. 8

Editorial

Neues aus der Graduiertenschule

Forschungseinblicke

Programm Sommersemester 2017

Ausblick auf das Umfeld: ZfL

Fourth Annual Conference

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