Petersburger Nachwuchswoche „Global History"

01.04.2015 (13:13)

Deutsche und russische Wissenschafler diskutieren über Global History und Methoden der Regionalstudien

Franziska Davies, Ekaterina Makhotina, Johannes Gleixner, Henner Kropp und Max Trecker haben im Oktober 2014 an der vierten deutsch-russischen Nachwuchswoche teilgenommen, die dem Thema "Global History" gewidmet war. In St. Petersburg hatten die Münchner und Regensburger Promovierende Gelegenheit, ihre Promotionsprojekte mehr als 60 anderen Promovierenden sowie Postdocs und Professorinnen und Professoren aus beiden Ländern vorzustellen und zu diskutieren. Ihre Vorträge sind in der jüngst erschienen Broschüre „Global History. German-Russian Perspectives on Regional Studies“ nachzulesen. Ausgerichtet hatten die vierte Nachwuchswoche die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Deutsche Akademische Austauschdienst in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut (DHI Moskau) und der Russischen Stiftung für die Geistes- und Sozialwissenschaften (RGNF) sowie dem Rat Junger Wissenschaftler der Russischen Akademie der Wissenschaften (SMU RAN).

Als Senior Researcher hat der Münchner Sprecher der Graduiertenschule, Prof. Martin Schulze Wessel, an der Nachwuchswoche teilgenommen und den Eröffnungsvortrag gehalten.

Franziska Davies (München) sprach über „Muslims in the Russian Army, 1874-1917 - Global Perspectives“. Johannes Gleixner (München) gab mit „Forced Continuity: Religion, Legitimacy, and the Post-Imperial State. The Cases of Czechoslovakia and Soviet Russia after the First World War” Einblicke in sein Forschungsprojekt. Henner Kropp (Regensburg) referierte über “Local Actors and Trans-Imperial Spheres: The Russian Colony in Alaska, Saint Petersburg and Washington, 1787-1867”. Ekaterina Makhotina (München) hielt einen Vortrag zum Thema “Fallen Heros Still Fighting: Use of the Memory of World War II for Identity Politics in Soviet Lithuania” und Max Trecker präsentierte sein Promotionsprojekt “Aid for the ‘Third World’? Multilateral Cooperation Attempts in the Council for Mutual Economic Assistance (CMEA)”. Sie alle sind Mitglieder der Graduiertenschule bzw. des mit der Graduiertenschule assoziierten Internationalen Graduiertenkollegs "Religiöse Kulturen im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts".

Die Nachwuchswoche, die 2014 zum vierten Mal stattfand, war erstmals geisteswissenschaftlichen Themen gewidmet, nachdem in den vergangenen Jahren Lebens-. Natur- und Ingenieurwissenschaften im Vordergrund gestanden hatten.

Ein ausführlicher Rückblick auf die gesamte Veranstaltung findet sich auf den Seiten der DFG.

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