Präsentation des Interview-Projektes zur Geschichte des Euromaidan vor zwei Jahren

19.11.2015 (09:07)

Studierende aus München und Kiew untersuchen die Hintergründe der ukrainischen Revolution

Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien untersucht derzeit zusammen mit Studierenden aus München und Kiew die Hintergründe der ukrainischen Euromaidan-Revolution, die vor zwei Jahren begann. Am Freitag, 20. November 2015, findet um 14 Uhr eine Präsentation des Projektes und des projektbegleitenden Weblogs https://uanewsolidarity.wordpress.com/ in der Graduiertenschule in München statt. Dabei werden auch erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt. Gefördert wird das Projekt mit dem Titel „Neue Solidarität in der Ukraine. Erfahrungen von zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation während der Euromaidan-Revolution 2013-2014“ von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ im Rahmen des Programms „Meet up! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen“.

Am 21. November jährt sich der Beginn des sogenannten Euromaidan in der Ukraine zum zweiten Mal. An diesem Tag im Jahre 2013 hatten sich erstmals Tausende Ukrainer auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz versammelt, um gegen den damaligen Präsidenten Wiktor Janukowytsch und dessen überraschende Ankündigung zu demonstrieren, das bereits ausgehandelte Assoziierungsabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen. Im vergangenen Jahr stand das Jubiläum stark unter dem Eindruck der Krim-Annexion durch Russland sowie des Krieges in der Ostukraine.

Unter Anleitung von Dr. Mykola Boroyk, Postdoktorand der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München, und Dr. Kateryna Kobchenko, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Ukrainische Studien der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, haben die Studierenden in den letzten Wochen in Kiew und in München Videointerviews mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Euromaidan-Bewegung geführt. Die Interviews geben Auskunft über das Revolutionsgeschehen und die sich dabei wandelnde Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements. Zugleich haben sich die Studierenden der Ludwig-Maximilians-Universität und der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität gemeinsam mit übergreifenden Fragen der Erinnerung und dem Gedenken an historische Konfliktsituationen sowie der Theorie und Methode der Oral History beschäftigt. Neben diesem Einblick in die Forschungsarbeit standen das Kennenlernen und der wechselseitige Austausch der Studierenden im Mittelpunkt des Projekts.

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