Promovierende diskutieren kulturelle Ordnungen

31.05.2017 (11:48)

Wissenschaftlicher Austausch zwischen München und Berkeley intensiviert

Brunnen vor dem LMU Hauptgebäude, Foto: Wikimedia Commons

Promovierende sowie Hochschullehrende der US-amerikanischen University of California in Berkeley sind in dieser Woche zu Gast an der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Der interdisziplinäre Workshop „Cultural Orders“ bringt Projekte aus der Geschichts- und Literaturwissenschaft und unterschiedliche Wissenschaftskulturen zusammen. An mehreren Tagen diskutieren Promovierende aus Berkeley und aus München ihre Dissertationsprojekte zur Konstruktion und Wahrnehmung kultureller Ordnungen. Organisiert wird der Workshop von den Literaturwissenschaftlern Prof. Dr. Riccardo Nicolosi und Dr. Nina Weller, die ihn gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Martin Schulze Wessel leiten.

Für die Graduiertenschule sind außerdem der Slavist Prof. Dr. Raoul Eshelman und als Promovierende die Literaturwissenschaftler Frances Jackson und Philipp Tvrdinić sowie die Historiker Ruslan Mitrovanov und Max Trecker vertreten. Ebenfalls beteiligt ist der aktuelle Gastwissenschaftler der Graduiertenschule, Anton Fedyashin, Ph.D., Associate Professor an der American University in Washington. Dr. Franziska Davies vom Historischen Seminar und Dr. Anja Burghardt vom Institut für Slavische Philologie der LMU München nehmen ebenfalls teil.

Bei dem Treffen handelt es sich um einen Gegenbesuch, nachdem im April 2016 Angehörige der LMU München in Berkeley zu Gast waren. Die intensiven und ertragreichen wissenschaftlichen Diskussionen sollen nun in München fortgesetzt werden. Außerdem bietet ein Rahmenprogramm den Gästen aus Kalifornien die Gelegenheit, München und Umgebung zu erkunden. Zu den Gästen aus Berkeley gehören Professor Victoria Frede, Ph.D., die im vergangenen Jahr Gastwissenschaftlerin der Graduiertenschule war und außerdem dem wissenschaftlichen Beirat angehört, sowie Professor Harsha Ram, Ph.D., der die Münchner Delegation im vergangenen Jahr durch San Francisco geführt hat. Beteiligte Doktoranden und Doktorandinnen aus Berkeley sind Isobel Palmer und Matthew Kendall (Literaturwissenschaft) sowie Joseph Kellner, Jason Morton und Rhiannon Dowling (Geschichtswissenschaft).

Mit dem Workshop intensivieren die Graduiertenschule in München, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und die University of California ihre Kooperation, die von der LMU durch das Förderprogramm „LMU-UCB Research in the Humanities“ unterstützt wird. Die seit dem Jahr 2007 bestehende Forschungskooperation zwischen der UC Berkeley, Kalifornien und der LMU München hat zum Ziel, die wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Universitäten zu stärken und den Austausch von Fakultätsmitgliedern, Doktoranden und Postdoktoranden, vor allem aus den Geisteswissenschaften, zu fördern. Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien kooperiert seit ihrem Bestehen eng mit der University of California in Berkeley, insbesondere mit dem Institute of Slavic, East European, and Eurasian Studies.

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