Sommerschule 2014: Performance: Art, Culture, History

21.09.2014 (13:55)

Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca, 7.-13. September 2014

Ausflug nach Maramureș, Foto: GSOSES
Ausflug nach Maramureș

Die interdisziplinäre Erschließung des Terminus der Performativität stand im Vordergrund der diesjährigen internationalen Sommerschule, die in Cluj-Napoca stattgefunden hat.

Neben Promovierenden aus München und Regensburg haben Promovierende der Babeș-Bolyai-Universität Cluj- Napoca und der Higher School of Economics Moskau an der Sommerschule teilgenommen.

Rückblickend dürfen wir uns an eine erfolgreiche Veranstaltung erinnern, bei der es den Organisatoren gelungen ist, eine gemeinsame theoretische Diskussionsbasis zu schaffen. Der Dialog zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen wurde dadurch erleichtert, dass wir ein Phänomen mit vielseitiger Verwendbarkeit behandelt haben. Die Abendvorträge und die dazugehörigen Seminare zeugten ebenfalls von dieser Vielseitigkeit, da die behandelten Themen in den Fachbereichen von Geschichte, Soziologie, Anthropologie, Ethnologie und Theaterwissenschaft
ihren Ursprung hatten.

Für uns Promovierende waren die von Professor Christopher Balme geleiteten und koordinierten Morgenseminare am bedeutsamsten. Die Besprechung von Texten in Kleingruppen erreichte ihr Ziel, denn sie mündete in einer intensiven Auseinandersetzung mit unseren eigenen Forschungsbereichen und denen von unseren Kolleginnen und Kollegen. Kurzpräsentationen vor dem Plenum haben geholfen, verschiedene Meinungen zusammen zu bringen und diese zu reflektieren. Viele von uns haben feststellen können, dass Begriffe wie »Performativität«, »cultural« und »social performance« nicht nur Eckpunkte eines wissenschaftlichen Diskurses, sondern auch Teil unseres alltäglichen Lebens sind – wie die Inszenierung politischer Veranstaltungen, des Verkehrsalltags oder der Akt der Hochzeit.

Den Ausklang der Sommerschule bildete eine zweitägige landeskundliche Exkursion in der Region Maramureș, die uns die Möglichkeit gab, nicht nur »geschlossen« an einer wissenschaftlichen Thematik zu arbeiten, sondern die durch das sozialistische Regime belastete Vergangenheit ebenso kennenzulernen wie die bewährte, authentische Tradition, wie sie sich beispielsweise in der Volkstracht und der Dorfarchitektur zeigt, und die gastronomischen Schätze von Transsilvanien. Nicht zuletzt hat die Sommerschule dazu beigetragen, uns als eine Gruppe mit gemeinsamen Interessen wahrzunehmen.

Katalin Cseh-Varga

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