Tagung der European Society for Environmental History Circulating Natures: Water – Food – Energy — vom 21. bis 24. August 2013, LMU München

21.08.2013 (12:00)

Zur alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der European Society for Environmental History trafen sich Ende
August mehr als 600 Wissenschaftler / innen unter dem Tagungsmotto Circulating Natures: Water – Food –
Energy in München. Die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropa war mit fünf VertreterInnen der Studiengruppe Wissen, Raum, Umwelt an der Konferenz beteiligt. Melanie Arndt kommentierte ein Panel zu
»Anti-nuclear protest in the 1970s and 1980s in a transnational
perspective«. Dabei standen die Erinnerungen prominenter österreichischer Zeitzeugen an
die Anti-Kernkraftbewegung im Mittelpunkt. Arndt verband Fragen nach dem Umgang mit Zeitzeugenschaft
in der Umweltgeschichte mit Reflektionen über verschiedene Wissensformen und deren Einfluss auf
wissenschaftliches Arbeiten einerseits und auf gesellschaftspolitisches Engagement andererseits. Das Panel »Understanding, interpreting, and transforming the natural environment« eröffnete Einblicke
in die Besonderheiten des Naturverständnisses im Zarenreich und der Sowjetunion. Jan Arend beleuchtete
das Zusammenwirken von Politik und Naturwissenschaften. Er zeigte, wie sich Bodenkundler im russischen Zarenreich und im nationalsozialistischen Deutschland an für die Steuerpolitik relevanten
Bodenschätzungen beteiligten. Im Panel »Landscape, ideology, and resources«, einer Kooperation mit dem Collegium Carolinum, wurden unter der Leitung von Martin Schulze Wessel und mit Kommentar von Martin Zückert verschiedene Aspekte der Landschaftswahrnehmung und -veränderung in der Tschechoslowakei diskutiert. Arnošt Štanzel berichtete in seinem Vortrag über den Oravastausee in der Slowakei, wie um diesen herum verschiedene Räume produziert wurden und zeigte an diesem Beispiel, wie sich in der ČSRR das Natur- und Umweltverständnis
veränderte. — Jan Arend, Melanie Arndt & Arnošt Štanzel

Zurück