Warum ist uns der Osten so fremd? Martin Schulze Wessel im TV-Gespräch

07.12.2017 (15:12)

Münchner Sprecher der Graduiertenschule zu Gast in der ARD-alpha-Sendung "Campus DISKURS"

Warum ist uns der Osten so fremd? Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien und Professor für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, war in der ARD-alpha-Gesprächssendung Campus DISKURS zu Gast und stellte sich den Fragen von Martin Possel.

Jahrzehnte teilte der Eiserne Vorhang Europa. Aus westlicher Perspektive war alles, was jenseits der Mauer lag, "der Osten". Doch auch seit dem Ende des Kalten Krieges sind sich Osten und Westen in vielen Bereichen bis heute fremd geblieben.

In den letzten Jahren alarmierten nicht nur die russische Aggression auf der Krim und in der Ukraine die NATO und die EU. Auch in mehreren EU-Staaten, die früher dem Warschauer Pakt angehören, tut sich Irritierendes. So werden in Tschechien, Polen und Ungarn populistische Kräfte immer mächtiger. Ein neuer Nationalismus erstickt viele Errungenschaften dieser jungen Demokratien.

Im Gespräch mit ARD-alpha-Redakteur Martin Posselt geht es unter anderem um folgende Fragen:

  • Wie definiert die Forschung Osteuropa?
  • Hat der Osten Europas eine besondere Geschichte der Gewalt?
  • Was führte zur Renaissance des Begriffs Mitteleuropa?
  • In welchem Spannungsverhältnis stehen Nationalstaat und Imperium in Osteuropa?
  • Welche Wurzeln hat der neue Nationalismus in Ungarn und Polen?
  • Welche Probleme verursacht die Auswanderung in Osteuropa?
  • Wie entwickelte sich die Osteuropa-Forschung in Deutschland?
  • Hat Russland die Aufklärung verpasst?
  • Welche Perspektiven hat die Demokratie in Osteuropa?

Zum Nachschauen:

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