Graduate School for East and Southeast European Studies
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David M. Franz: USA oder Sowjetunion? — Vol. 12

David M. Franz: USA oder Sowjetunion? Konkurrierende Modernitätsentwürfe in den Massenmedien der Weimarer Republik

Schnittstellen. Studien zum östlichen und südöstlichen Europa — Band 12

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2019

Debatten über gesellschaftliche Modernisierungsprozesse bestimmten den öffentlichen Diskurs der Weimarer Republik. Eine besondere Rolle nahmen dabei die in deutschen Zeitungen und Illustrierten erzeugten Bilder der USA und der Sowjetunion ein, die als Modernitätsprojekte wahrgenommen wurden. Hier setzt die Untersuchung von David Franz an, die widerstreitende Darstellungen beider Länder in den führenden deutschen Printmedien der Zeit miteinander vergleicht und in die gesellschaftlichen Bedingungen der Zwischenkriegszeit einbettet. Neben journalistischen Texten wurden auch bildliche Darstellungen untersucht. Damit trägt die Studie sowohl der bisher wenig beachteten Vorbildrolle der Sowjetunion als auch der Wirkmacht bildlicher Darstellungen in den Debatten der Weimarer Republik in besonderer Weise Rechnung. Sie zeichnet dadurch umfassender als bisher die Linien der über Modernisierungsprozesse in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik geführten Deutungskämpfe nach, die charakteristisch für die öffentliche Auseinandersetzung der Weimarer Republik waren.

Dr. David M. Franz war assoziierter Doktorand der Graduiertenschule. Nun unterrichtet er als Gymnasiallehrer Englisch, Geschichte und Politik in München.

1. Auflage, Juni 2019
341 Seiten, mit 25 Abb., gebunden
Print: 70,00 €
E-Book: 59,99 €
ISBN: 978-3-525-31081-6
Vandenhoeck & Ruprecht

English Abstract

Debates on social modernization processes determined the public discourse of the Weimar Republic. A special role was played by the images of the USA and the Soviet Union, which in German newspapers and magazines were perceived as modernity projects. This is where the study of David Franz begins, comparing conflicting representations of both countries in the leading German print media of the time and embedding them in the social conditions of the inter-war period. In addition to journalistic texts, pictorial representations were also examined. Thus, the study takes special account of the leading role of the Soviet Union, which has so far received little attention, as well as the power of pictorial representations in the debates of the Weimar Republic. In doing so, it traces more broadly than before the lines of the struggles over modernization processes in society, business and politics, which were characteristic of the public debate in the Weimar Republic.